3. August 2009

8. Stadtwaldlauf / 7. Rostocker Marathon Nacht

Eigentlich war der Artikel über den Stadtwaldlauf in Kühlungsborn schon vor einer Woche geplant, aber ich hab leider kaum Zeit gefunden dafür :( Ich werde auch nicht mehr so groß drauf eingehen, weil an vergangenem Wochenende nämlich ein für mich wichtigerer Wettkampf anstand: der Run&Skate Marathon bei der Rostocker Marathon Nacht… mehr dazu gleich ;-)

Erstmal doch noch kurz zu dem Lauf in Kühlungsborn am 26.7. … dort wollte ich eigentlich die 14,4km laufen, um wenigstens noch einen etwas längeren Lauf vor dem Run&Skate Marathon zu machen. Matze und ich fuhren mit Jörg, Eliane, Stephan, Felix zusammen in einem Auto hin. Papa, Roland und seine Freunde Karl, Fiete und Anna und viele andere bekannte Gesichter trafen wir vor Ort. Waren also viele Leute da :-)
Obwohl 6 Runden á 2,4km geplant waren, brach ich nach 4 Runden ab und ließ mich für die 9,6km werten, wo ich so immerhin noch einen 3. Platz belegen konnte. Ich fühlte mich an dem Tag nicht so wirklich toll, war ganz schön müde und hatte etwas Angst vor der Rostocker Marathon Nacht noch krank zu werden. Von daher war es wohl auch das Beste, es so zu machen. Roland lief wie geplant die 9,6km und Papa die 14,4km. Matze gewann die 14,4km, obwohl er erst 3 Tage ohne Fieber war. :-)

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Die letzte Woche vor der Marathon Nacht war nicht viel mit Training: ich war zwar beim Dienstags Laufkurs und einmal gaaaanz kurz skaten (Jahresbilanz von 9km auf BESTIMMT fast 11km gesteigert :P … ) und das war es auch schon wieder. Ich wollte keinesfalls zu viel machen und mir vielleicht schon vorher einen Muskelkater bei einem Hauruck-Skate-Training holen. *g* Dann dachte ich Freitag schon wieder, dass ein Schnupfen im Anmarsch ist und nahm schon vorsorglich Wick-Erste-Hilfe-Nasenspray, so dass ich den Schnupfen gleich im Keim ersticke :D

Samstag war dann auch schon der große Tag gekommen… *ahhh*… ich sag euch: ich war tierisch nervös, weil ich wusste, dass 21km laufen und dann noch 21km skaten ganz schön hart werden. Immerhin bin ich noch nie im WK einen Halbmarathon gelaufen, hatte in letzter Zeit starke Probleme mit meinen Waden und bin noch nicht mal in diesem und letzten Jahr zusammen 21km geskatet… :P Beste Vorraussetzungen also…
Unser Wettbewerb war auch der erste von allen. Um 17 Uhr fiel der Startschuss und alle Starter rannten natürlich los wie die Bekloppten, ich versuchte aber mich nicht davon beeinflussen zu lassen und mich auf meinen geplanten 5min/km Schnitt einzupendeln. Die ersten 10km lief ich so auch in 50min, also nach “Plan”. Aber ab Kilometer 15 fiel mir das Laufen immer schwerer, immerhin lief ich schon 10km mit einem Puls über 200, was selbst für mich nicht normal ist. Beim Fünf-Seen-Lauf in Schwerin kam ich erst bei Kilometer 15, bei gleichem Tempo und nach den Lankower Bergen über die 200er Marke! 8-O Jedenfalls musste ich einige Geh-Pausen einlegen, damit der Puls wieder etwas runter kommt und weil ich mich schon wirklich sch… gefühlt hab. Aber sobald ich wieder das Laufen aufnahm, schnellte der Puls natürlich trotzdem wieder hoch… So ca. 4 km vor der Wechselzone überholte mich die 3. Frau, so dass ich mich nun an 3. Position befand. Ich ließ sie ziehen… die letzten Kilometer Laufen waren richtig hart, obwohl diesmal meine Beine nicht streikten, und ich war heilfroh als ich die Wechselzone nach 1:49h erreichte.

Dort blieb aber nicht viel Zeit zum verschnaufen, da auch schon die 4. Frau in der Wechselzone war und etwas schneller beim umziehen war, aber ich hab sie noch vor dem Tunnel einholen können :-) Im Warnow-Tunnel ging es ersteinmal schön bergab, endlich mal frischer Fahrtwind im Gesicht und einfach nur rollen lassen…haaach… so hätte das die ganzen 21km gehen können :P Leider war dem nicht so, denn wo es runter geht, muss es auch wieder hochgehen :???: Das war dann wieder weniger schön… Beim skaten sah ich die meiste Zeit keine anderen Skater… 2 hab ich noch eingeholt und hinter mir näherte sich keiner, zumindest nicht so weit, dass ich es hätte sehen können. Also lief ich relativ langsam und “locker” (wenn man das so nennen kann, wenn man schon so fertig ist, das man die Arme zur Unterstützung gegen die Beine presst :P ) die 21km zurück zum Neuen Markt, wo ich dann nach 3:02:44 h als 3. Frau einlief. Vorgenommen hatte ich mir im Vornherein eigentlich mehr, aber mal ganz ehrlich: ich war so glücklich als ich den Lauf hinter mir hatte und dass mich nicht noch eine Frau eingeholt hat, so dass ich doch sehr zufrieden mit dem Platz bin. Vorallem wenn man die super Leistung der Siegerin Claudia Wienhold mit 2:33:52 h beachtet: das wäre nicht drin gewesen bei mir. Meinen Respekt :-)

Für Matze, der dieses Jahr seine Wettschuld einlöste und den Halbmarathon walkte, ging es um 19.30 Uhr an der Maut-Stelle des Warnowtunnels los. Gleich verbunden mit der nächsten Wette: wenn ich länger als 5min mehr für meinen Run&Skate benötige als  er für den Walking-HM, dann darf ich ein Picknick ausgeben. Wenn ich es unterbiete, dann ist er dran ;-) Mit meiner Zielzeit von 3 Stunden war ich mir recht sicher, dass ich die Wette schon verloren hab. Papa und Roland liefen auch ihren ersten Halbmarathon im Wettkampf, ihr Startschuss fiel um 20 Uhr. Ich erwartete die 3 Jungs also alle gegen 22 Uhr und wollte eigentlich auch ihre Zieleinläufe sehen, aber mir kam da etwas dazwischen… ;-)

Nachdem ich total fix und fertig ins Ziel lief, schaffte ich es noch nicht mal mehr mit den Skates über das Kopfsteinpflaster die 10 Meter bis zum Getränkestand zu stolpern. Also ersteinmal Skates ausgezogen, und gleich an der Socke gesehen, dass ich mir die Fersen etwas blutig gelaufen hatte. Meine Füße und Beine schmerzten bei jedem Schritt und meine Lunge stach bei jedem Atemzug. Ich war froh als ich fast das Rathaus erreicht hatte, um mich auf die Massagebank zu begegben, da ging auch schon die Siegerehrung los! 8-O Also 100m wieder zurück zur Bühne quälen… *autsch* Ich war so fertig und wollte nur irgendwo liegen bleiben und warten bis der Schmerz nachlässt, dass ich die Siegerehrung gar nicht richtig genießen konnte, obwohl ich einen schicken Glaspokal bekommen hab :( Danach ging es aber wirklich erstmal zur Massage, wo ich mir meine Beine durchkneten ließ und dabei fast eingepennt wäre… :D Nach der Massage hatte ich immer noch über eine Stunde Zeit, bis ich die Jungs im Ziel erwartete, also holte ich nur mein Gepäck ab und machte mir es auf einer Bank bequem und wollte noch etwas entspannen. Irgendwie muss ich aber auch schon total fertig ausgesehen haben, denn es fragten mich gefühlte 10 Leute ob es mir wirklich gut gehe. Eine nette Helferin brachte mir auch noch Wasser und was zu essen, nur leider blieb es nicht lange bei mir im Magen, sondern landete kurz darauf vor der Bank :? Der nächste der mich nach meinem Zustand fragte, brachte mich auch gleich ins Sani-Zelt, in dem ich die erste an diesem Abend war ;-) Dort versuchten die netten Sanis mir erneut was zu Trinken zu verabreichen, was aber auch schnell wieder den Weg nach draußen fand. Damit ich trotzdem an Flüssigkeit kam und meine Übelkeit ein Ende nimmt, kam ich dann an den Tropf. Als die Infusionsflasche leer war, fühlte ich mich auch wieder deutlich besser und konnte auch das Zelt wieder verlassen, nur leider hatte ich dadurch alle 3 Zieleinläufe verpasst. Matze schien aber noch nicht lange im Ziel zu sein, denn dort erspähte ich ihn, Felix, Stephan, Jörg und Eliane. Matze kam nur 4:08min vor mir ins Ziel und keine 5min, und somit wartet ein Picknick auf mich! *freu* ;-) Trotz seines letzten Platzes bei den Männern, gewann er immerhin gewann seine Alterklassen-Wertung beim Walking… :P

Roland, Papa und Mutti trafen wir dann an der Bahn-Haltestelle. Roli und Papa beendeten ihren Halbmarathon beide unter 2 Stunden, wobei Papa Roland noch auf den letzten Kilometern einholte. Wie sich herausstellte, hat Roland sich NOCH größere Blasen als ich gelaufen. Eine richtig schöne große Blutblase.. :shock: Selbst jetzt, 2 Tage nach der Marathon Nacht, ist das Gejammer über unsere schmerzenden Schmerzen ( ;-) ) noch riesig *g* Ich könnte damit ganze Absätze füllen, zu beschreiben was mir alles so weh tut, aber das erspar ich euch :D Mal gucken wann ich wieder laufen kann, bis jetzt ist es schon eine Qual überhaupt Schuhe anzuziehen :P

Fazit: Der Run&Skate Marathon war bis jetzt mein härtester Wettkampf. So lange war ich noch nie bei einem WK unterwegs, war noch nie so lange mit einem 200er Puls unterwegs UND ich hab mich noch nie so besch… gefühlt nach einem Lauf! Trotzdem bin ich froh, dass ich es gemacht hab und dass ich im Ziel angekommen bin :-P Aber die Frage ob ich es nächstes Jahr wieder mache, kann ich noch nicht beantworten… da muss ich warten bis die Qualen vergessen sind und ich mir den Lauf schöngeredet hab :P

Siehe auch:

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  1. Stephan schrieb am 3. August 2009 um 20:57:

    Sehr schöner Bericht :-) Aber Matze hat seine Zielankunft bestimmt absichtlich so getimed, damit er dir als Gentleman das Picknick spendieren darf ;-)

  2. Steffen schrieb am 4. August 2009 um 08:57:

    Sehr “lebhafter” Bericht. Und natürlich machst du im nächsten Jahr wieder mit – weil wir nun mal alle ein bisschen verrückt sind! ;-)

  3. Jana schrieb am 4. August 2009 um 14:49:

    Ja, da magst du Recht haben… außerdem sag ich mir immer, dass ich mich im nächsten Jahr bestimmt besser drauf vorbereite und dass es dann sowieso nur noch halb so schlimm wird… :-P

  4. Rostocker Marathonnacht 2009 am 01.08.2009 schrieb am 28. April 2010 um 18:04:

    [...] Tochter Jana war beim Run&Skate-Marathon dabei und hat auf ihrer Homepage http://www.jana-kiesendahl.de bereits einiges [...]