24. Januar 2010

Rostocker Spendenlauf bei Schweinekälte

Ich bin sooo froh endlich wieder im Warmen sitzen zu dürfen! … Aber bevor ich euch von dem Spendenlauf berichte, fange ich erstmal schön von Beginn der Woche an zu berichten:

Am Dienstag hätte in Matzes Laufkurs der Coopertest angestanden, aber da ich mich ja auf meinen Marathonplan berufen konnte, der mir 4x1000m in 4:24 min befahl, konnte ich dem entgehen. :D Also während der Rest der Gruppe den Coopertest absolvierte, lief ich meine 4x1000m mit 3min Trabpause. Den ersten noch deutlich zu schnell mit 4:08 min, bei den letzten Läufen fand ich aber mein Tempo und lief die restlichen 3 Läufe allesamt in 4:19 min. Mit der Einheit war ich also ganz zufrieden, weil ich die Tempovorgaben halten konnte und es mir noch recht gut ging, obwohl zum Ende mein Puls schon 206 betrug! Aber wenn ich daran denke, dass ich mich im Laufe des Marathonplans auf 12x1000m in dem Tempo steigern soll, wird mir trotzdem schon etwas bange… ;-)

Am Mittwoch machte ich abends Trainings- und Logifrei, weil eine kleine Gruppe von uns Informatikern sich zum Chinesisch-Bufett verabredet hatten :-)
Am Donnerstag lief ich statt 10km in 4:44er Schnitt (laut Plan) nur 5km in 4:54er Schnitt, da ich schon froh war, dass ich mich bei der Kälte und Glätte überhaupt noch aus der warmen Wohnung zum Laufen aufgerappelt hatte. Das war zumindest für mich mal wieder ein flotterer Lauf, da ich im Winter sonst eher bei 6min/km unterwegs war.

Am Freitag Abend war auch nichts mit Logi, da Jörg und Eliane zum Spieleabend vorbeikamen und Schoki und Chips mitbrachten… :P Naja, immerhin konnten wir bei der Gelegenheit auch gleich noch Reste der Weihnachtsschokolade futtern :D

Samstag abend lief ich mit Papa und Roland noch unsere kleine 5km Runde, mehr nicht. Aber halb so wild, für den nächsten Tag hatte ich mir ja meinen langen Lauf von 20km vorgenommen.

Dazu wollte ich über Umwege zum Rostocker Spendenlauf laufen, dort die 10km absolvieren und wieder zurück zu Hause dann die 20km auf den Forerunner stehen haben. Matze hatte so ziemlich das gleiche vor, eben nur dass er auf 30km kommen wollte, dazu lief er auch schon ne 3/4 Stunde vor mir los. Als ich morgens noch mit Papa letzte Absprachen zum Lauf traf, sagte er mir schon, dass es draußen -15°C sein sollen! Also zog ich mir erstmals noch meine lange Laufunterhose unter die Longtight an und 3 Schichten langer Laufshirts bzw. Jacken. 3km nachdem ich losgelaufen war, stand ich auch schon wieder in der Wohnung um mir noch ein Shirt drüberzuziehen und vorallem noch ein zweites Paar Handschuhe unter mein erstes Paar zu ziehen! Meine Hände stachen vor Kälte. Nach 6km auf dem Forerunner kam ich am LT an, wo der Start des Spendenlaufs war. Gelaufen werden sollten 4×2,5km Runden im Barnstorfer Wald, wobei glaube ich niemand einen Wettkampf draus machte, weil es nur um den guten Zweck ging und nicht um Zeiten. Selbst Matze lief mein (für ihn “Langsamer-kann-ich-wirklich-nicht-laufen”-) Tempo von 5:15-5:30min/km. Zwar immer etwas vor mir, weil er befürchtete ich würde noch langsamer werden, wenn er auf gleicher Höhe laufen würde, aber er lief jedenfalls nicht weg. :D In der ersten Runde dachte ich meine Finger sterben jeden Moment ab, denn sie schmerzten fürchterlich vor Kälte. Dies wurde aber allmählich in der zweiten Runde besser, nachdem ich meine Finger aus den Handschuhfingern zog und im Handschuh eine Faust ballte. Dafür dachte ich dann in dieser oder der dritten Runde, dass mein linker Arm nun dran ist, weil ich dort kaum noch Gefühl hatte, vom Gesicht ganz zu schweigen, welches den eisigen Wind schon die ganze Zeit abbekommen hatte. :shock: Gerade am Ende der vierten Runde, als ich versuchte mein Gesicht durch irgendwelche merkwürdigen Gesichtsbewegungen wieder zu spüren, stand Mutti am Wegesrand und drückte auf den Auslöser der Kamera… ist ein “wunderschönes” Bild geworden… ;-)

Völlig erfroren im Ziel, versuchten Matze und ich vernünftig zu kommunizieren, aber herausgekommen sind wohl eher unverständliche Sätze, da wir unsere Lippen kaum bewegen konnten… das ganze Gesicht war wie betäubt :D   Daher liefen wir auch sofort weiter nach Hause, um nicht noch weiter durchzufrieren. Mit 17km auf meiner und 26km auf Matzes Uhr kamen wir endlich Zuhause an. Unser Trainingsziel haben wir also nicht mehr erfüllt, aber wir hatten auch keine Ambitionen bei dieser extremen Kälte noch länger unterwegs zu sein. So ein langes Training bei den Temperaturen ist schon etwas grenzwertig…

Unter der heißen Dusche taute man so langsam wieder auf, aber nach einigen Minuten schnürte sich mein Hals richtig zu unter der warmen Luft im Bad, so dass ich kurze Zeit kaum Luft bekam… als wenn meine Lunge nicht wirklich mit dem krassen Wechsel von eiskalter und warmer Luft zurechtkommt. Nachdem ich zweimal deswegen aus der Dusche steigen musste, um Luft zu schnappen, ging es zum Glück auch wieder einigermaßen.

Mittlerweile ist mir auch “schon” wieder warm, aber ich bin doch sehr geschafft…. könnte sogar mal ein Nachmittagsschläfchen halten… ;-)

Achso, was ich noch erzählen wollte: Papa und ich melden uns nun auch bei Matzes Verein, dem SV Post Telekom Schwerin an. Dann können wir dieses Jahr auch den Laufcup mitlaufen :-)

Siehe auch:

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