Diese Woche war nach der umfangreduzierten letzten Woche mit 66km meine kilometerreichste Woche… dieser Rekord wird aber wohl nur die Woche anhalten, denn nächste Woche stehen über 70km auf dem Plan.
Trotzdem: Mitte dieser Woche war ich noch der Meinung, dass ich es erstmals nicht schaffen könnte, den Trainingsplan einzuhalten. Ich hatte soviel umhergeschoben: die Intervalle von Freitag auf Dienstag, und Dienstags-Training auf Donnerstag und das Training von Mittwoch auf Freitag.
Am Dienstag hatte das auch noch gut geklappt, 4×2000m injeweils 9:28min standen auf dem Plan. Da Matze sich noch unschlüssig war, was für Intervalle er laufen wollte, bot er sich für meine ersten 2000m als Pacemaker an, nur irgendwie viel zu schnell. Schneller, als ich die Wochen davor sonst die 1000er gelaufen war. Und dann haben wir uns auch noch mit den Runden verzählt auf der 283m Bahn, weil mein Forerunner in der Halle nur Blödsinn misst. Naja, also bin ich die ersten Intervall eine Runde zu weit (2283m) und etwas zu schnell gelaufen. Da ich mit dem schnelleren Tempo trotzdem klar kam, entschied ich mich aus den Trabpausen passive Pausen zu machen und dafür ein wenig schneller zu laufen. So lief ich die nächsten Intervalle in 9:07min, 9:06min und 8:58min.
Am Mittwoch legte ich dann wie geplant einen Ruhetag ein. Am Donnerstag hätten 10km im Marathonrenntempo angestanden, aber ich fühlte mich so gestresst und müde, dass ich Training Training sein ließ und mich stattdessen ins Bett legte. Die Trainingseinheit holte ich aber dann am Freitag nach und es lief einfach super
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal eine etwas längere Trainingseinheit mit einem Schnitt von unter 5min/km hingelegt hatte. Das muss schon einige Monate her sein… Jedenfalls hatte ich deshalb ein wenig Respekt vor der Vorgabe “10km in 4:58min/km”. Nach einem Kilometer lockeren Einlaufens zog ich das Tempo an, und: ich musste aufpassen, dass ich nicht viel zu schnell lief! Die ersten 5km lief ich zwischen 4:50-4:53min/km. Auf dem Rückweg ging es etwas bergauf und der Schnitt lag dann bei 4:54-4:59min/km. Nach einem Kilometer auslaufen kam ich dann auf 12km in 4:57er Schnitt. Damit war ich dann mehr als zufrieden, nicht zuletzt, weil ich mich trotz des ungewohnten Tempos bis zum Ende sehr gut fühlte.
Durch diese abermalige Trainings-Aufschieberei kam ich ein wenig ins Grübeln, da am Sonntag mein erster 30km Lauf anstand und ich meine Beine noch etwas von dem Tempodauerlauf spürte, aber der Plan noch einen 12km im 5:22er Tempo forderte. Mir blieben also 2 Möglichkeiten:
- Die 12km ausfallen lassen und ausgeruht die 30km am Sonntag angehen
ODER
- Die 12km trotzdem laufen und riskieren dass ich mich bei dem 30er mit schweren Beinen herumplagen muss
Ich entschied mich dann für letzteres, da ich ungern vom Trainingsplan abweichen wollte, weil ich bisher noch keine vorgeschriebene Laufeinheit hab sausen lassen. So lief ich also am Samstag nachmittag die 12km in 5:19min/km, spürte aber noch etwas meine Beine vom Vortag.
Heute morgen wurde ich schon vor dem Wecker wach, den ich mir auf 8Uhr gestellt hatte. Irgendwie war ich wohl etwas nervös vor meinem ersten 30km Lauf, den ich auch noch ganz alleine bestreiten musste, da sich mein Papa auf der Karibikkreuzfahrt durch die Klimaanlagen ganz schön erkältet hatte. Ich schnallte mir dann heute auch mal einen kleinen Trinkgurt um und los gings bei angenehm sonnigen 0°C.
Ich dachte mir, dass es sicherlich ausreicht, bis nach Warnemünde zu laufen und dann dort umzukehren um auf die 30km zu kommen. Aber nein, Warnemünde liegt doch dichter als ich vermutet hätte… nach 12km war ich schon da! Ich überlegte kurz, ob ich schon hier umdrehen sollte und dann zurück in Rostock meine normale 12km Runde zuende laufen sollte um auf die 30km zu kommen, aber entschied mich dann doch dafür, die verbleibenden 3km bis zur Halbzeit in Warnemünde sammeln. Nur so als Vorsichtsmaßnahme, nicht dass ich zurück in Rostock noch auf die Idee gekommen wäre, abzukürzen
Der Weg zurück war auch gar nicht so schlimm, zwar wurden natürlich die Beine etwas müder, trotzdem wurde ich auf dem Rückweg etwas schneller. Während des Laufens hörte ich mal wieder Hörbuch, was mich wunderbar ablenkte von der Monotonie. Auch dass ich nur in relativ kleinen 2-5km Etappen weitergedacht hab, hat mir wohl geholfen, motiviert zu bleiben: “jetzt nur noch bis zum Sonnenblumenhaus”, “Nur noch bis zur Tankstelle”, “Bis zur Brücke”, usw. … Jedenfalls kam ich nach punktgenau 30 Kilometern und in 2:54h (macht einen Schnitt von 5:49min/km) wieder zuhause an. Sogar 2 Steigerungsläufe hab ich noch auf der Zielgeraden eingelegt, wobei es mir erwartungsgemäß schwer fiel, meine Beine hochzukriegen
Nachdem ich mich zuhause die Treppen hochgeschleppt hatte, gönnte ich mir verdientermaßen ein warmes Bad und stellte alle Sprudeldüsen ein, die meinen schweren Beine massieren. Das tat wirklich gut
Mittlerweile gehts meinen Beinen auch wieder ganz gut, zwar noch etwas schwer, aber ich kann schon wieder fast ohne Schmerzen Treppen steigen









Kurz und knapp: Glückwunsch!
Da möchte ich Dir auch ganz herzlich zum ersten 30 km-Lauf gratulieren, Respekt! Du kannst richtig stolz darauf sein was Du bereits geschafft hast.
Schaue gerne weiter hier vorbei.
Dann auch mal von mir Glückwunsch zum ersten 30er! Ich freute mich heute schon über meinen ersten “Halben”. 30 könnte ich mir bis jetzt noch nicht vorstellen, aber da kommt bestimmt auch irgendwann mal…
Das läuft doch richtig gut! Ich hatte gestern auch 30 auf’m Plan, die letzten 3 im MRT – war einfacher als gedacht. Nur noch 7 Wochen bis Hamburg!
Wow, meinen riesen Respekt und Glückwunsch auch meinerseits. In jedem Fall sehr motivierend, endlich mal wieder etwas für sich selbst zu tun
Trainings verschieben, beim Tempotraining auf den Putz hauen, den 12er noch durchziehen und am Ende den 30er bravourös mit Steigerungen laufen – ich glaub’s ja nicht.
Toll, dass es so gut läuft!
Danke, Leute
Dann hoffe ich auch mal, dass es weiterhin so gut läuft. Ich bin jetzt 2 Wochen lang bei meinen Eltern zuhause und hier husten alle rum. Ich hoffe ich bleib trotzdem gesund…