Sonntag abend dachte ich schon fast, dass ich von meinem ersten 30km-Lauf vielleicht doch keinen Muskelkater davontragen würde, denn Stunde um Stunde fühlten sich meine Beine immer wieder ein bisschen entspannter an. Und auch am Montag, da war Ruhetag, bemerkte ich ihn nicht.
Als ich aber am Dienstag wie geplant lockere 8km laufen war, war das Gefühl in den Beinen doch nicht so angenehm wie erhofft… es war eher noch etwas schmerzhaft
Aus diesem Grund zog ich den Ruhetag, der für Freitag eingeplant war, vor und liess meinen Beine noch den Mittwoch Zeit um sich zu erholen… was auch bitte nötig war für die Einheit die heute anstand: 10x1000m (4:31min) mit 400m Trabpause! Die letzten Wochen standen sonst meist 7x1000m auf dem Plan, was ja auch nicht so ohne ist, finde ich… Ich zweifelte ein wenig im vornherein daran, dass ich die 10 Durchgänge wirklich schaffen würde, aber “erst einmal anfangen” dachte ich mir. Nachdem ich mich auf dem Weg zur Halle warmgelaufen hatte, gings dort auch gleich los: beim ersten Lauf war ich wohl ein bisschen übermotiviert, denn er war ein ganzes Stück zu schnell mit 4:23min. In den nächsten Läufen fand ich dann aber mein Tempo und lief 4:29, 4:28, 4:28, 4:30, 4:30, 4:27. Ich hatte mein Mindestmaß von sieben Stück schon geschafft und ich fühlte mich noch wirklich gut.
Somit gab es keinen Grund für Ausreden, wieso ich die letzten Läufe nicht machen sollte. Zuhause hätte ich mich doch nur geärgert, dass ich es nicht durchgezogen hab
Also riss ich mich zusammen und lief auch noch die verbleibenden drei 1000er mit 4:24, 4:28, 4:23!
Als ich den letzten Lauf hinter mir hatte, war ich so glücklich und stolz auf mich, dass ich mir mal selbst auf die Schulter klopfen musste, denn vor dieser Einheit hat es mir schon bei der Planung des Marathontrainings gegraut! Aber ich habs geschafft!
Nachdem ich eine Runde gegangen bin, zog ich mir meine langen Sachen wieder an und machte mich laufenderweise auf den Heimweg. Zuhause angekommen, hatte ich ganze 18km auf dem Forerunner stehen, nicht schlecht.
Achso: Kann mir jemand erklären, wieso sich die Beine noch im letzten Intervall super anfühlen, aber nach einer kurzen Pause, beim zurücklaufen tierisch schwer werden??
Ich hoffe nur, dass ich nicht abermals Muskelkater davontrage, denn morgen muss ich den Tempodauerlauf nachholen…
Und eine Einheit, bei deren Eintrag in dem Terminkalender es mir mindestens genauso gegruselt hat, folgt noch am Sonntag: 35km! Ich bin gespannt…









Läuft ja wunderbar, deine Marathonvorbereitung
Glückwunsch zum gelungenen Training! 10-mal die 1000er, das ist schon eine harte Nummer!
Und zu den Beinen: Die Thematik kommt mir bekannt vor. Eine genaue wissenschaftliche Begründung kann ich dir nicht nennen, aber während der Tempoabschnitte kennt man vielleicht einfach keinen Schmerz und bis sich das Laktat in den Beinen so richtig bemerkbar macht, dauert es eben etwas. Ich würde daher auch spontan vermuten: Das gibt ordentlichen Muskelkater!