1. April 2010

Wenn Matze mich auf einen langen Lauf begleitet…

… dann werden daraus mal schnell 37km um den Schweriner Innensee bei Regen und Wind ;-) Wie es dazu kam, werd ich gleich mal berichten.

Davor wollte ich am Donnerstag morgen noch 12km im 5min Schnitt laufen. Als ich sah, dass Matze sich sogar ein langes Shirt überzog, dachte ich dass es ja recht frisch draußen sein müsste und zog mir meine dünne Longtight und noch ein dünnes Langarmshirt drüber, was ich aber schon nach 3km bereute. Die Sonne schien recht stark und es waren bestimmt 12°C, also nutzte ich eine Ampelpause dazu mir die Hose hochzukrempeln und mir mein Langarmshirt um die Hüfte zu Knoten. War gleich viel angenehmer :-) Aber irgendwie schien ich es nicht mehr gewohnt zu sein morgens ohne Frühstück zu laufen, so dass mir das Tempo relativ schwer fiel. Trotzdem wurden es genau 12km in 4:56min/km. :-)

Am Samstag freute ich mich schon riesig aufs Cranberries Konzert in der Columbiahalle in Berlin. Das letzte Mal hab ich sie 2002 am gleichen Ort live erlebt und dann noch ein Jahr später als Support-Act für die Rolling Stones in Berlin. Als großer Cranberries-Fan war ich etwas betrübt, als sie sich für ein paar Jahre trennten, es also keine Aussicht auf weitere Konzerte und Alben gab, aber desto größer war auch die Freude über diese Reunion-Tour! :-) Mein Onkel sammelte also meinen Papa, meinen Bruder, Matze und mich in Rostock ein und fuhr mit uns zum Konzert. Pünktlich um 20Uhr kam die Vorband, von der ich bis dahin noch nie gehört hatte, auf die Bühne. Die Band nannte sich Outside Royality und machte super Stimmung und sogar so gute Musik, dass mein Papa sich gleich im Anschluss ans Konzert noch deren Album am Merchandising Stand kaufte :-) Um 21Uhr betraten die Cranberries die Bühne und eröffneten mit “Analyze” das Konzert. Es folgten viele, viele meiner Lieblingslieder (ok, ich mag ja auch alle ;-) ) und ich musste mich zusammenreißen nicht alle laut mitzusingen, damit ich nicht heiser das Konzert verlassen würde ;-) Leider war das Konzert (für mich schon viel zu früh) um 22:30Uhr zu Ende. Man konnte aber direkt nach dem Konzert die Live CD des Konzerts erwerben. Die lass ich mir von meinem Bruder nächste Woche zum Geburtstag schenken :-) Mein Onkel hatte sogar das Glück, dass ihm eine CD im wahrsten Sinne des Wortes auf die Füße gefallen ist, und er so in den Besitzt der Liveaufnahme kam :P

Auf dem Rückweg wurden Matze und ich in Schwerin bei seinen Eltern abgesetzt, wo wir bis nach Ostern bleiben. Am Sonntag nachmittag wollte ich hier meinen langen Lauf von 35km absolvieren. Da ich mich hier noch nicht so auskenne, erklärte mir Matze einige Male ausführlich die Route um den inneren Schweriner See, die ca. 36km lang sein sollte, und wollte mich zumindest noch bis zum Faulen See begleiten. Trotzdem bekam er es doch mit der Angst, dass ich verirren könnte, also blieb er bei mir und entschied sich spontan dazu die ganze Route mit mir zusammen laufen (Für Matze war es wohl eher ein Schleichen *g*). Nett, was? :-) Bis kurz vor Görslow (ca. km 17) war noch super Wetter, teilweise sogar Sonnenschein, und Matze erzählte mir nebenbei einige Anekdoten zu Orten und Stellen, die wir passierten. Bis dahin hat es super viel Spaß gemacht :-) Plötzlich wurde es aber windig und der Himmel verdunkelte sich etwas. Und dann fing es noch an zu schütten, teilweise fühlte es sich sogar an wie Hagel und innerhalb von Minuten war wir völlig durchnässt. Leider hätte zu diesem Zeitpunkt umdrehen auch nichts gebracht, denn dann wären wir auch erst nach 34km zuhause angekommen. :-( Also liefen wir weiter, aber meine Laune war nun völlig im Keller, denn mit den nassen Sachen und dem Wind, der so kalt über das Feld zog, begann ich zu frieren. Ich wollte nur noch nach Hause, aber Matze schleppte mich immer weiter über die Dörfer und versuchte mich immer wieder zu motivieren mit Sätzen wie “Jetzt nur noch 3km nach Leezen”, “Nur noch 3-4km nach Rampe und dann geht es schon wieder nach Westen auf die andere Seite des Sees”. Aber irgendwie munterte mich das überhaupt nicht auf, denn ich sah noch nicht mal das Ende des Sees. :-( Trotz meiner miesen Laune wurde die 2. Hälfte des Laufs schneller, wahrscheinlich weil ich es hinter mich bringen wollte ;-) Ich warnte Matze schon vor, dass ich bei den versprochenen 36km einfach stehen bleiben werde und den Rest nach Hause gehen werde, aber im Endeffekt riss ich mich dann doch noch bis Kilometer 37 (in 3:28h) zusammen und war so glücklich, dass dieser Lauf geschafft war und musste Matze einfach mal vor Erleichterung drücken :-) So ist das, erst fluchen, und dann doch stolz sein 37km in 5:38min/km bei miesem Wetter absolviert zu haben. Ich glaube nach diesem Lauf kann mir der Hamburg-Marathon mental nichts mehr :-P

Am Montag hatte ich dann erstmal ordentlichen Muskelkater, dass tolle war: Matze auch :D Hat mich ja etwas aufgemuntert, dass mein schneller, Marathon-laufende Freund, nach einem langen Lauf mit mir auch was in den Beinen merkt :P Naja, ist wohl auch kein Wunder, selbst beim Berlin Marathon war er noch ne halbe Stunde weniger unterwegs… Muss wohl schon eine Weile her sein, dass er 3,5h unterwegs war :D

Am Dienstag lief ich lockere 7km um den Lankower See, der hier quasi direkt vor der Haustür liegt. Die lockeren 7km waren aber gar nicht so locker, denn meine Beine waren noch etwas schwer und die Strecke um den See ist recht hügelig. ;-)

Gestern lief ich mit Matze zu einer 400m-Tartan-Bahn und hatte mir 4x2000m in jeweils 9:28min vorgenommen, während Matze seine 1000er lief. Mein erster Lauf wurde eine 9:14min, der zweiter eine 9:28min. Meine Beine waren immer noch schwer vom Sonntag und ich hatte das Gefühl, dass ich sie kaum angehoben bekam. Daher entschied ich mich nur noch einen Lauf zu machen, den ich in 9:17min lief. Danach machte ich neben der Bahn noch etwas Dehnung, bis Matze zu mir kam und mir gut zuredete doch noch den letzten 2000er zu machen. Also rappelte ich mich wieder auf und lief den letzten noch mal in 9:08min. So schlimm war es dann ja doch nicht, danke Matze ;-)

Im Mai März (;-)) kam ich durch das Marathontraining auf 268 Laufkilometern :-) Hier mal eine Übersicht der Monatskilometer-Entwicklung, seitdem ich mit Forerunner laufe:

Und zum Ende noch eine nette Story zum 1.April, die ich bei Brennr.de gefunden habe: Dopingkontrolle bei Volksläufen ;-)


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  1. Hannes schrieb am 1. April 2010 um 16:29:

    37 Kilometer in der Vorbereitung – jaja, klar, die Männer sind Schuld. Wobei es in diesem Falle ja etwas Gutes ist, denn der Lauf wird dich gestärkt haben. Jetzt kann dir der Marathon wirklich nichts mehr anhaben.

  2. Forerunner Hellseher? schrieb am 4. April 2010 um 18:01:

    Für welchen Marathon trainierst du denn im Mai, dass du 268km “gelaufen bist”.
    Trotzdem Glückwunsch zur Umrundung des “halben” Sees und alles Gute für HH.

  3. Jana schrieb am 4. April 2010 um 18:46:

    Ähm ja… :P Ich habe irgendwie eine März/Mai-Schwäche… verwechsel ich immer wieder *g*

    Danke, ist mir gar nicht aufgefallen :D