In der Woche nach dem Marathon war für mich nicht ans Laufen zu denken. Am Montag und Dienstag hatte ich noch echt heftigen Muskelkater. Gehen, hinsetzen, wieder aufstehen, Treppen hoch und wieder runter… das tat doch ganz schön weh
Den Laufkurs am Dienstag ließ ich sausen. Die Crossläufe die Matze laufen ließ, wären wohl nicht das richtige für mich gewesen.
Dafür überredete mich Matze am Mittwoch abend zum Lauftreff zu kommen, um eine Stunde gaaaanz langsam zu laufen. Die ersten Schritte taten höllisch in den Oberschenkeln weh, die nächsten aber auch
Wir mussten ja aber erstmal 2km zum Laufstadion laufen, wo unser Lauftreff startet… Quälerei pur! Wir liefen über 6min/km, ich konnte auch nicht schneller, denn ich konnte kaum normal laufen. Es muss wohl eher nach schnellerem und ulkigem Gehen ausgesehen haben… schade, nicht gefilmt
Am Treffpunkt angelangt, warteten wir auf weiter Mitläufer, von denen aber nur noch Eliane kam. Wir liefen also zusammen los, Matze schlug eine Runde durch den Barnsdorfer Wald vor, aber schon beim Gedanken daran, hätte ich heulen können. Meine Beine taten so heftig weh, dass ich mir nicht vorstellen wollte, mich noch eine Stunde lang so rumzuquälen… Ich blieb stehen und machte den beiden klar, dass sie wohl ohne mich laufen müssten, ließ mir von Matze den Haustürschlüssel geben und ging zurück.
Nach dem Lauf entschied ich mich auch endlich dafür, vernünftig zu sein, und bei der eingeplanten Halbmarathon-Landesmeisterschaft in Neubrandenburg lieber nicht an den Start zu gehen. Erst am Samstag vormittag war ich mal wieder aktiv und ging mit Matze in die Schwimmhalle. Er aquajoggte eine Stunde und ich schwamm locker nebenher.
Am Sonntag wäre wie gesagt der Halbmarathon in Neubrandenburg gewesen. Ich hatte mich eigentlich sehr drauf gefreut dort zu starten, denn es wäre mein erster richtiger Halbmarathon-Wettkampf gewesen und ich war gespannt welche Zeit für mich drin gewesen wäre. Zudem war es gleichzeitig die Landesmeisterschaft, bei der die letzten Jahre keiner in meiner AK gestartet ist. Aus diesen beiden Gründen fiel es mir schwer, vernünftig zu sein, und mich lieber zu regenerieren. Meine Beine machten die Wahl dann aber doch leicht, denn so wie sie sich anfühlten, hätte ich keinen vernünftigen WK laufen können. Ich begleitete aber Matze und meinen Papa nach Neubrandenburg und konnte so wenigstens die beiden anfeuern und filmen, während meine Mutter Fotos machte. Um 10Uhr fiel der Startschuss. Gelaufen wurde der Halbmarathon in zehn etwas über 2km lange Runden im Neubrandenburger Kulturpark. Das Wetter war einfach fantastisch: sonnig, aber auch nicht zu warm.
Matze hielt sich in der Spitzengruppe auf, die sich Runde für Runde immer weiter auflöste, bis er und der spätere Sieger Steffen Peters sich etwas abgesetzt hatten. In der fünften Runde ließ aber auch Matze etwas abreißen. Als ich kurz vor Ende der Runde wieder auf Matze wartete, und er nicht zu erblicken war, wunderte ich mich wo er abgeblieben war. Dann hörte ich aber, dass er den Lauf wohl abgebrochen hatte. Ich lief zu ihm, um ihn etwas aufzubauen.
Bei meinem Papa lief es deutlich besser, er hielt seinen 5min-Schnitt bis zum Ende bei und konnte so eine deutlich neue Bestzeit von 1:45:24h laufen! 3min schneller als die vorherige!
Bin sehr stolz auf meinen Papa, dass er das Tempo so gut durchgehalten hat und eine so gute Zeit gelaufen ist!
Und auch ich hatte keinen Grund mich zu ärgern, dass ich nicht gestartet bin, denn dieses Jahr gab es in meiner AK Konkurrenz. Grit Aßmann lief den Halbmarathon in einer Zeit von 1:40:24h, die mir gestern, eine Woche nach dem Marathon, wohl nicht möglich gewesen wäre!
Da ich letzte Woche zu regenerieren nutzte, hatte ich auch etwas Zeit, mir Gedanken zu meinen Trainings- und Wettkampfplan für die nächsten Wochen zu machen. Zunächst weiß ich schon mal, dass ich eine Woche nach dem Einstein-Marathon in Ulm wohl keinen Skate-Marathon in Berlin machen kann. Wäre die Frage auch geklärt.
Nächstes Wochenende fahren wir nach Schwerin zum Nachtlauf, wo wir aber nur eine kleine Staffel bilden. Am Wochenende drauf folgt mein erster 10km-Lauf der Saison beim Greifswalder Citylauf. Darauf freue ich mich besonders, denn der 2,5km Rundkurs durch die Wallanlagen und die Innenstadt hat mir sehr gut gefallen, nicht zuletzt weil ich dort meine 10km Bestzeit bin.
Die 43:55min werde ich dort noch nicht knacken können, aber mit einer Zeit um die 45min wäre ich im Moment schon sehr glücklich! Und wie auch im letzten Jahr, werde ich gleich den Morgen nach dem Greifswalder Citylauf, beim Rostocker Citylauf Staffel laufen. Im letzten Jahr starteten wir dort als Urmenschen und gewannen die Wertung der lustigsten Staffel. Mal gucken, ob uns auch für dieses Jahr noch ein Geistesblitz für die Verkleidung kommt.
Siehe auch:









So langsam wird es Zeit für einen Geistesblitz zum Rostocker Citylauf…
Na dich hatte es ja wirklich ordentlich erwischt! Die ganze Woche über noch Schmerzen, das ist hart.
Bin gespannt was für eine Maskerade ihr euch, natürlich in letzter Minute, über Nacht sozusagen, einfallen laßt… Werde nach Bildern Ausschau halten
Aua autsch. Nein, so heftig hatte ich die Schmerzen nicht in Erinnerung. Da hat sich jemand wohl so richtig gequält, hm? – Irgendwie verwunderlich, dass du trotz der Nachwirkungen schon wieder von Ulm redest. Deine armen Beine!
Eine Bestzeit von 43:55, ts! Da träume ich von.
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Aber mal ganz davon abgesehen, das mit dem höllischen Muskelkater nach dem ersten Marathon kenne ich noch zu gut. Auch ich hatte ihn, und wie! Ist schon lustig, 42 Km sind kein Problem und vor einer simplen Treppe mit 20 Stufen steht man als sei das ein unüberwindbares Hindernis
Aber glaube mir, wenn Du mal den 3. oder 4. absolviert hast gewöhnt sich Dein Körper daran und das so ungeliebte Haustier wird Dich dann nicht mehr besuchen. Bei mir ist das zumindest so, selbst nach einem 100er bekomme ich keine Katze mehr, dann bin ich zwar platt und die Bewegungen fallen, nun sagen wir einmal etwas gemächlicher aus, das war es dann aber auch schon.
Erhol Dich weiter gut Du 10 Km-Turbo!
Liebe Grüße,
Steffen