Auch an diesem Wochenende fand mal wieder ein Laufcup-Lauf statt. Statt wie im letzten Jahr beim Papendorfer Triathlon zu starten, lief ich dieses Jahr erstmals den Inselseelauf in Güstrow…
Am Dienstag zuvor liefen wir in Matzes Laufkurs aufgrund des Wetters in der Laufhalle Staffel. 25min lang schickte Matzes uns in 2er-Staffeln Runde für Runde um die Bahn (insgesamt lief ich so 11x283m). Ich hatte an dem Tag mal wieder meine Mizunos an und bekam, wie so oft mit diesen Schuhen, wieder eine total schmerzende, weil verkrampfende, Schienbeinmuskulatur. Es war kaum noch auszuhalten beim Laufen, also zog ich die Schuhe aus und lief auf Socken weiter meine Runde, endlich wieder schmerzfrei. Also, ich glaube ich habe mittlerweile keine Lust mehr auf diese Schuhe. Fast alle Läufe mit den Schuhen enden in reiner Quälerei, zumindest bei zügigem Tempo. Schade eigentlich, dann ansonsten passen sie wunderbar und ich laufe mir auch keine Blasen darin, aber das mit den Schienbeinen ist echt nicht auszuhalten
Für Mittwoch verabredete ich mich mit Julia und René zu einem lockeren Läufchen. Wir liefen die Runde über Mönkweden-Vorweden und Klein Schwaß. Wir liefen so zwar länger als die für den Mittwochslauftreff eingeplante Stunde, aber bei dem sonnigen Wetter hatten wir alle Lust und Zeit dazu, also wieso nicht?
Zuhause war ich dann nach glatt 18kmin 5:30min/km.
Am Donnerstag machte ich lauffrei, ging aber nach der Arbeit in die Stadt um mir neue Laufschuhe zu kaufen. Nicht (nur) aus Ärger über die Mizunos, sondern auch in Hinblick auf meinen zweiten Marathonanlauf im September. Ich habe einige Paar Laufschuhe, allerdings sind davon nicht alle für so lange Läufe geeignet. Meine Mizuno Wave Rider machen nur Ärger, mein Adidas Zero Boston sind zu wenig gedämpft, die Asics GT 2110 sorgen bei längeren Läufen für Druckstellen und meine Asics Cumulus 9 sind toll, aber aber vielleicht bis dahin schon zu abgelaufen. Zudem laufe ich mir seit einiger Zeit immer wieder Blasen an den Zehen, sodass ich überlegt hatte, ob mir die Schuhgröße 41 1/3 für Laufschuhe nicht doch zu klein sind. Immerhin sind meine Asics Cumulus einen Tick größer und mit denen hatte ich nie das Problem. Ich grübelte also diesmal gar nicht lange rum welcher Schuh es nun sein sollte und verließ mit den neuen Ascis Cumulus 11 in der Größe 42 das Geschäft. Ich hoffe dass nun endlich Schluss mit Schienbeinschmerzen oder Blasen-laufen ist.
Am Freitag lief ich ausnahmsweise schon mal morgens um 6:30Uhr lockere 4km mit den neuen Schuhen, um vor dem Wettkampf am Samstag wenigstens noch ein bisschen gelaufen zu sein. Bis jetzt ist alles top, aber nach etwas mehr Trainingskilometern in den Schuhen kann ich das wohl besser beurteilen.
Am Samstag früh sollte es los zum Inselseelauf nach Güstrow gehen, und Matze und ich wurden von meiner Familie mit dem Auto abgeholt. Für den Inselseelauf waren mal wieder fast alle dabei: meine Mutter als Fotografin mit Klapprad und mein Papa, mein Bruder und ein paar seiner Freunde waren als Läufer dabei. Papa und Matze mussten für den Laufcup die 20km laufen, ich als Mädel hatte Glück, denn für uns gehen die 10km vom Inselseelauf in die Laufcupwertung. Roland, der vor kurzem noch erkältet war, lief auch die 10km, genauso wie sein Kumpel Karl (unser Obelix vom Citylauf), der sich eine Zeit unter 49:30min vorgenommen hatte.
Nachdem ich meine Sachen in die Umkleide gebracht und mich lauffertig gemacht hatte, fragte Christiane Roland und mich ob wir mit einlaufen kommen wollten. Nagut, mach ich zwar auch erst seit kurzem, und meist nur wenn mich jemand dran errinnert, aber los gehts, nur noch Forerunner anmachen… “Ahhh! Schreck! Mein Forerunner ist tot! Er tut gar nichts… Voll geladen war er jedenfalls, hatte ihn doch erst gerade am Morgen von der Ladestation genommen. Okay, ruhig Blut, Jana… das Problem hattest du doch vor ein paar Wochen schon mal… einfach resetten und dann klappt es wieder… Oh oh… nein, es klappt nicht. Mist…” Ein paar Minuten drückte ich die Knöpfe wie verrückt, ließ es dann aber gut bleiben und fand mich damit ab, dass ich wohl diesen Wettkampf mal ohne Pulsuhr laufen muss.
Wir liefen uns locker 2km ein und dann mussten wir uns auch zum Start begeben. Auf dem Weg dorthin drückte ich Mutti noch meinen nun nutzlosen Forerunner und meinen Pulsgurt zur Aufbewahrung in die Hand und ordnete mich dann in die Läufermenge bei meinen Teamkameradinnen Andrea Mehlhorn, Sabine Schrapers und Anke Wetzel ein. Nach dem Startschuss orientierte ich mich wie die Woche zuvor erstmal an Anke, denn so ganz ohne Uhr, die mir mein Tempo anzeigt, wäre ich bestimmt zu schnell losgelaufen. Die ersten Kilometer liefen wir mit Jana Bahlo und Uta Donner vom Laufteam Rügen zusammen in einem Tempo in dem ich mich noch ganz wohl fühlte. Kurz nach Kilometer 4 kam ein laanger Anstieg und obwohl wir dort natürlich auch langsamer wurden waren Anke und ich plötzlich nur noch zu zweit, die beiden Rügenerinnen waren nun hinter uns. Vor uns war weit und breit niemand zu sehen, irgendwie hatte sich das Starterfeld von 250 Läufern schon sehr verteilt. Irgendwie war es ein blödes Gefühl nicht zu wissen, wie schnell man gerade läuft oder wo der Puls ist, aber dank Anke fand ich ein gutes Tempo ohne zu überpacen. Bis Kilometer 7 liefen wir zusammen, dann kam die Abzweigung für 20km (links) und 10km Läufer (rechts). Nach der Abbiegung kamen wir auf einen sehr langgezogenen Feldweg und ich konnte plötzlich doch noch eine Läuferin vor uns erspähen. Sabine Schrapers war nun in Sichtweite, vielleicht 200m entfernt, und während Anke ihr Tempo beibehielt wurde ich automatisch schneller. 3km hatte ich Zeit mich ranzulaufen. Schritt für Schritt kam ich dichter, aber ob es reichen würde, sie noch vor dem Ziel einzuholen? Einen Kilometer vor dem Ziel stand Mutti am Straßenrand und machte Fotos. Ich rief ihr noch zu, dass ich Sabine wohl doch nicht mehr ganz kriegen würde. Trotzdem erhöhte ich nocheinmal etwas das Tempo, und tatsächlich: etwa 300m vor dem Ziel lief ich vorbei. Zu meinem Glück setzte sie keine Tempoerhöhung dagegen, denn viel schneller konnte ich am Ende auch nicht mehr
So lief ich trotz der etwas anspruchsvolleren Strecke eine gute 45:37min und kam als 6. Frau und 1. in meiner Alterklasse ins Ziel. 
Die 10km-Konkurrenz gewann Christiane in 37:28min und war damit sogar noch vor allen Männern im Ziel.
Über die 20km kam Matze nach 1:12:32h als Zweiter nach Matthias Flade vom TV Münchberg, aber Erster des Laufcups, ins Ziel. Matze dachte bis Kilometer 12, dass er der Führende über die 20km sei, weil das 20km-Führungsfahrrad mit ihm fuhr. Erst zu spät wurde klar, dass noch jemand vor ihm war. Aber ich denke, davon wird er selbst noch in seinem Blog berichten
Mein Papa lief nach guten 1:46:05h über die Ziellinie
Mit dem Wissen, dass ich hätte noch mehr geben können, bin ich also sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich weiß nun, dass ich mit einem 4:30er Schnitt über 10km noch nicht an meiner momentanen Leistungsgrenze bin, denn meine Beine fühlten sich nach den letzten 3 10km-Wettkämpfen immer noch topfit an. Ich hoffe dass es so bleibt, damit ich dann im August bei den 10km-Straßenlauf-Landesmeisterschaften in Bützow endlich wieder unter 44min laufen kann und hoffentlich eine neue persönliche Bestzeit aufstellen kann. Das wär doch was
Der nächste für mich wichtige Wettkampf wird aber erstmal der Fünf-Seen-Lauf in Schwerin am 3. Juli sein. Dort werd ich dann die 30km in Angriff nehmen. Wird bestimmt schön, aber auch sehr hart werden. Bis dahin sollte ich auch noch ein paar mehr lange Läufe gemacht haben.
Siehe auch:









10k in 45min, das ist doch mehr als flott. Und da scheint ja noch einiges mehr zu gehen bei dir. Viel Erfolg weiterhin im Laufcup! Habe auch Mizunos und komme mit denen super klar.
Nach so einem Lauf kannst du mehr als zuversichtlich gen Landesmeisterschaften schauen. Das sind doch beste Voraussetzungen. Glückwunsch zum guten Lauf ohne Vollgas und der tollen Platzierung!
Wie geht es dem FR305?
10k in 45? Super. Ich kämpfe Ende des Monats wieder mit SUB50.
Viel Erfolg weiterhin.
Übrigens: Ein sehr intressanter und schöner Blog.