25. Juli 2010

9. Kühlungsborner Stadtwaldlauf

Jetzt wo die Temperaturen wieder erträglicher werden, läuft es auch gleich wieder merklich besser beim Laufen! Bei den Temperaturen um die 30°C hatte ich das Gefühl immer unfitter zu werden, weil die Läufe so schwer fielen, aber diese Woche hat mir zum Glück gezeigt, dass das Gegenteil der Fall ist :-)

Wie hab ich mich doch gequält bei den Läufen in der Hitze, in den vergangenen Wochen. Und ganz ehrlich geht mir auch ein wenig der Spaß und die Motivation flöten, wenn der Puls schon bei niedrigem Tempo in die Höhe schnellt und bereits nach einem Kilometer einen staubtrockenen Mund vor Durst bekommt. Strandwetter schön und gut, wenn man mal die Zeit findet dafür. Aber zum Laufen wünsche ich mir dann doch lieber etwas Schatten, oder zumindest ein paar Grad weniger…

Und letzten Sonntag war es soweit: mein Wunsch wurde erhört! :-) Als Matze und ich abends aus Schwerin wieder nach Hause kamen, wollten wir noch ein Stündchen, auf meinem Wunsch laaaangsam, zusammen laufen. Es herrschte dann aber so ungewohnt angenehmes Wetter, dass ich fast unmerklich immer schneller lief, weil es einfach mal wieder so einen Spaß machte! :grin: So schafften wir schnatternd die 12km Runde in ziemlich genau einer Stunde, mit einem für mich sehr guten Durschnittspuls. Das war echt motivierend!

Am Dienstag, trafen sich trotz Laufkurs-Pause in den Semesterferien, doch noch einige Lauffreunde von uns zur gewohnten Zeit im Stadion ein, um Intervalle zu absolvieren. 7x1000m in 4:12min mit 400m Trabpause hatte ich mir eigentlich vorgenommen. Das Thermometer zeigte aber leider mal wieder 30°C und im Stadion gab es nur knapp 100m Schatten. Das war schon wieder heftig und ich musste nach 3 Intervallen schon eine Zwischenpause im Schatten machen, weil ich mich nicht grade wohl fühlte. 2 weitere Intervalle quälte ich mich dann noch um die Bahn, dann war aber Schluss. Immerhin alle Intervalle noch ein Stück unter der Zielzeit absolviert. Steffen, Matze, René und ich machten danach noch ein paar Kraftübungen und dann gings (zum Glück) auch wieder (völlig fertig) zurück nach Hause.

Am Donnerstag nahm ich mir bei bestem Laufwetter einen Tempodauerlauf vor, auf “meiner” 12km-Runde. Die ersten 2km die berghoch gingen nahm ich zum lockereren warmlaufen, die restlichen 10km wollte ich im 4:38min/km laufen. Nach den ersten 2km stoppte ich einige Minuten um ausnahmsweise mal etwas Gymnastik zu machen. Aber dann gings los und mit System Of A Down und AC/DC auf den Ohren fiel es mir nicht grade schwer ein höheres Tempo anzuschlagen. Im Gegenteil: bei jedem Blick auf die Uhr bemerkte ich, dass ich viel zu schnell unterwegs war und ruhig einen Gang runterschalten könnte. Mit der treibenden Musik ging es aber einfach nicht und als es neben der Hamburger Straße ein wenig, aber stetig bergab ging, machte das Tempo richtig Spaß :-) Nach 8km in durchschnittlich 4:23min/km, bzw. mit den 2km Einlaufen 4:31min/km, stoppte ich allerdings an der Ampel und lief die letzten 2km locker aus. Was für ein Tempo in einem Trainingslauf! Ich war selbst überrascht, wie gut das lief.

Am Freitag hinterließ der schnelle Lauf vom Vortag aber seine Spuren. Ich lief 17km in normalerweise lockeren 1:30h, aber meine Beine waren irgendwie nicht so richtig willig, so dass ich echt froh war, als ich wieder Zuhause ankam ;-)

Heute war dann der 9. Kühlungborner Stadtwaldlauf. Dort standen 4,8km, 9,6km und 14,4km zur Auswahl. Während Matze und Papa sich für die längste Distanz entschieden, gaben Roli und ich uns mit den 9,6km, also 4 Waldrunden, zufrieden. Ich war gespannt, wie ich mich derzeit über (fast) 10km mit einem 4:30er-Schnitt auf ebener Strecke fühlen würden. Zwar weiß ich, dass ich dieses Tempo bei moderatem Wetter drauf habe, dennoch hatte ich gehofft dieses Mal nicht mehr ans Limit gehen zu müssen damit. Und so war es dann auch: ich fand sofort Mitläufer, die so ziemlich genau das Tempo trafen. Nach und nach ließ aber Mal immer wieder jemand abreißen und ich fand dann aber ziemlich schnell neue Mitstreiter :-) Die Kilometer 3-5 wurden zwar etwas langsamer als geplant (4:35-4:38min/km), aber auf den restlichen Kilometern hatte ich noch die Energie etwas mehr Tempo zu machen, so dass ich nach 41:30min (=4:32min/km) ins Ziel kam. Zwar geschafft, aber nicht völlig fertig. Mir ging es eigentlich richtig gut :-) Kein Wunder: mein Durschnittspuls war im Vergleich zum Greifswalder Citylauf (10km in 4:31min/km) vor 2 Monaten ganze 10 Schläge niedriger! 8O So kann es meinetwegen weitergehen.
Übrigens hat es dieses Jahr, ebenso wie letztes Jahr, immerhin wieder zu einem 3. Platz bei den Frauen gereicht. :-)

Matze kämpfte in einem phänomenalen Endssprint noch um Platz 1, musste dann aber doch dem Berliner Daniel Naumann den Vortritt lassen. :-/
Mein Papa wurde auf der letzten seiner 6 Runden noch von Roland, Matze und mir begleitet und auch von meiner Mutter, die wieder mit dem Rad vorneweg unterwegs war um zu filmen und Fotos zu schießen. Matze konnte ihn auch noch zu einem richtigen Schlussspurt motivieren :-)

Nächstes Wochenende stehen dann bei der Rostocker Marathonnacht 21,1km an. Mein erster offizieller Halbmarathon. Mal schauen, was das wird… :-)

Siehe auch:

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  1. Hannes schrieb am 25. Juli 2010 um 22:53:

    Wenn es kühl wird, wird das ein grandioser Marathon. Das Training in der bösen Hitze hat sich gelohnt – das siehst du ja schon jetzt. Glückwunsch!

  2. Steffen schrieb am 26. Juli 2010 um 08:28:

    Ich sag´s doch, Powerfrau, was soll man da sonst noch zu sagen…?
    Herzlichen Glückwunsch, grandiose Leistung, und so wie es aussieht hat sich die Plagerei in der Hitze doch gelohnt, oder?

    Und was Deinen HM angeht, übertreibe es nicht, sonst bist Du am Ende noch schneller unterwegs als ich ;-) , obwohl, so wie Du in Form bist würde mich alles andere irgendwie wundern. 1:38:07 sind zu schlagen, schaffst Du doch, oder?

  3. Jana schrieb am 26. Juli 2010 um 10:50:

    @Hannes:
    Jetzt fehlen mir noch ein paar lange Läufe zu einem gutem Marathon, aber das Wetter ist ja jetzt wieder Läuferfreundlicher, so dass ich die jetzt auch in Angriff nehmen kann :-)

  4. Jana schrieb am 26. Juli 2010 um 10:55:

    @Steffen:
    1:38h wäre ein Traum ;-) Aber ich denke ich werde den HM vorerst etwas langsamer angehen und hinten raus sehen, wieviel Energie mir noch bleibt. Unter 1:45h wollte ich mir aber zumindest vornehmen. Schneller wäre natürlich schon schöner, aber ich lass mich überraschen :-)

  5. Steffen schrieb am 27. Juli 2010 um 14:07:

    Ach Jana, komm, ich kenne Dich, also eine 1:45 schaffst Du fast schon spielend, da mache ich mir keine Gedanken.
    In der Form, in der Du bist, wenn das Wetter passt, …., ich bin gespannt und drücke vorab schon einmal alle Däumchen!