Dadurch dass so gut wie jedes Wochenende ein anderer Wettkampf ansteht und komme ich kaum zu Longjogs für meine Marathonvorbereitung. Deshalb bin ich immer sehr froh, wenn mal wieder eine längere Wettkampf-Strecke ansteht, so wie letzten Sonntag über 23,9km beim Burgenlauf
So gut wie alle meiner langen Läufe musste ich durch den vollen Wettkampf-Kalender in den Wettkämpfen absolvieren, da ich einen Tag vor einem WK keinen 30er laufen will, einen Tag danach nicht mehr kann, und in der Woche keine Zeit dafür habe
So lief ich zwar beim Krakower Mittsommernachtslauf und beim Schweriner Fünf-Seen-Lauf 30km und bei der Rostocker Marathonnacht einen Halbmarathon, aber verglichen mit der Vorbereitung für den Hamburg Marathon ist diese Vorbereitung doch eher bescheiden. Sorgen bezüglich des Marathons kommen trotzdem nicht auf, weil ich bei allen dieser längeren Wettkämpfe keine Probleme hatte. Außerdem hoffe ich von meinem letzten Marathonversuch gelernt zu haben, etwas mehr auf den Körper zu hören, so dass ich dieses Mal gesund ins Ziel laufen werde
Letzten Dienstag war so ein schönes Wetter für einen längeren Lauf, so dass ich mich spontan entschied meine geplante Runde auf 18km zu verlängern. Ich lief in meinem Lieblingstempo über die Dörfer, Wälder und Felder bei Rostock. Wunderschöner Trainingslauf gewesen. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich auch gerne weiter gelaufen
Als ich zuhause ankam, bemerkte ich leider dass ich die falschen Schlüssel eingesteckt hatte und musste noch 10 Minuten warten bis Matze auch vom Laufen wiederkam. Die Zeit nutzte ich seit langem mal wieder zur Dehnung. Dabei muss ich irgendwas falsch gemacht haben, denn ab dem Abend hatte ich Schmerzen in der Kniekehle.
Trotz meiner Schmerzen in die Kniekehle, lief ich am Mittwoch noch mit Matze und René zusammen in einem flotten Tempo, bog aber dann doch schon eher nach Hause ab, so dass es nur 10km wurden. Für Donnerstag und Freitag bekam ich von Matze Trainingsverbot, bis die Schmerzen verschwunden waren
Samstag spürte ich davon auch nichts mehr und ging noch lockere 5km laufen, bevor wir den halben Tag bei der HanseSail auf dem Dreimaster “Minerva” mitsegelten
Am Sonntag klingelte schon um halb 6 unser Wecker. Ich fühlte mich total müde und irgendwie etwas kränklich, denn mein Hals kratzte leicht. Was solls, dachte ich, ich wollte ja sowieso nur locker mit Papa zusammen beim Burgenlauf laufen. Das würde schon gehen. Um kurz nach halb 9 kamen wir in Burg Stargard an, wo wir auch Papa, der unsere Startnummer schon geholt hatte, und Heiko trafen. Wenn ich so überlege, dürfte die Berichterstattung über diesen Lauf reichlich ausfallen, da es sich quasi um ein Laufblogger-Treffen handelte. Nachzulesen wird dann einmal überall fast das selbe sein auf sprintefix.de, feuerraeder.blog.de, marathon-matze.de und jana-kiesendahl.de
Um 9 Uhr wurden wir Läufer mit Bussen nach Penzlin zum Start gefahren, wo auch schon meine Mutter und Heiko’s Juliane auf uns warteten, und zu meiner Überraschung sogar meine Oma und mein Onkel
Kurz vor 10 Uhr wünschte ich Matze viel Erfolg und positionierte mich mit Papa und Heiko etwas weiter hinten im Starterfeld. Etwa 2 Minuten vor dem Startschuss, fiel Papa zufällig (!?
) auf, dass er meinen Zeit-Chip an den Schuh gebunden hatte, und ich seinen. Wir scherzten schon rum, dass es wohl Absicht gewesen sein muss, um sicherzugehen, dass ich auch wirklich mit ihm mitlaufe. Nun blieb mir ja wirklich nichts anderes mehr übrig
Naja, zum Glück war es sowieso so geplant
Papa, Heiko und ich ließen uns von den Schnellstartern nicht beeinflussen und liefen in einem angenehmen Tempo los. So liefen wir zu dritt Kilometer für Kilometer durch die Natur. Ab und an kamen auch einige, für uns Flachländer knackige Anstiege, an denen vorallem Papa immer etwas mehr zu kämpfen hatte, aber wir nahmen artig aufeinander Rücksicht und ließen niemanden zurück
Irgendwann holten uns auch Mutti und Juliane auf ihren Fahrrädern ein, und machten fleißig Fotos und Videos. Aber auch Heiko hatte beim Laufen seine Kamera dabei und verewigte so einige Eindrücke vom Lauf (auf die Videos bin ich auch noch gespannt
).
Ich fühlte mich beim Laufen sehr locker, aber dennoch nahm zum Ende des Laufes meine Müdigkeit zu. Trotz Cola an 2 Getränkeständen hatte ich das Gefühl sofort einschlafen zu können, so richtig gut ging es mir wohl irgendwie wirklich nicht. 2km vor Ende des Laufes kam uns schon wieder Matze entgegen, der noch etwas auslief. Er erzählte uns, dass er 4. geworden ist, da er durch die Hügel wieder von Bauchmuskelkrämpfen geplagt wurde. Matze begleitete uns noch bis zum Ziel, wo Papa und ich Hand in Hand und im Gleichschritt nach 2:12:27h einliefen. So fiel es auch niemanden auf, dass wir die Chips vertauscht hatten
Im Ziel gab es auch noch superschicke, extra für den 10. Burgenlauf geprägte Medaillen.
Im Anschluss lief ich noch mit Matze etwa 2km aus, ging kalt (warm gabs nicht) duschen und eine lecker Suppe essen. Die Siegerehrung beim Burgenlauf war einmalig: zwar begann es pünktlich zu regnen, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch: vor einer mittelalterlichen Kulisse gab es für die Gesamtsieger riiieesige Pokale und alle drei Altersklassen-Platzierten wurden von einem mitteralterlichem Burgherren zu Ehrenrittern geschlagen bzw. Ehrendamen ernannt. Anschließend gab es auch noch eine große Tombola, bei der kaum jemand leer ausging. Papa gewann so einen edlen Kugelschreiber und ich einen Hot-Chocolate-Maker
Bevor wir uns von Heiko und Juliane verabschiedeten, gaben die beiden zu ihrem 11. Hochzeitstag noch Sekt und Kuchen aus, den wir uns munden ließen
So ging wieder ein wunderschöner Wettkampftag zuende.
Siehe auch:
- marathon-matze.de: 10. Burgenlauf
- sprintefix.de: 10. Burgenlauf
- feuerraeder.blog.de: 10.Burgenlauf Penzlin









Glückwunsch zum schönen Ergebnis!
Wäre es beim Ziel Marathon nicht aber eine Überlegung wert gewesen, ein paar Wettkämpfe weniger zu laufen und stattdessen die langen Läufe zu absolvieren? Ich weiß, fällt schwer – ist aber besser
Hallo Jana!
Das hat gestern wirklich riesigen Spaß gemacht! Die Videoschnipsel stelle ich natürlich noch ein…
Unsere Beiträge sind natürlich auch schon online
LG Juliane und Heiko
Hallo Powerfrau,
ich dachte immer wir Runningfreaks hätten schon zu viele Events auf dem Plan, aber was Du so alles reiß0t ist echt der Knaller.
Aber es macht immer wieder Spaß bei Dir zu lesen, hast Du doch stets von wirklich tollen Erlebnissen zu berichten.
Weiter so,
Steffen
@Hannes:
)
Ja… das wäre eine Überlegung wert gewesen, aber… hrm… naja… ein schneller Halbmarathon ist genauso gut wie ein langer Lauf, sagt man doch
Sind ja noch 6 Wochen bis zum Marathon, und bis dahin schaff ich noch drei 30km-Läufe und ein paar 20er. Ich denke, damit kann ich leben
@Feuerraeder:
Darauf bin ich dann mal gespannt
@Steffen:
Ja, sind schon viele Wettkämpfe dieses Jahr, noch mehr als letztes, glaube ich. Macht auch immer großen Spaß, aber wenn man dann mal ein Wochenende ganz frei hat, ist’s auch schön
Euch drück ich ganz doll die Daumen für euren 100er!
Meinen Glückwunsch zum tollen Bericht über den 10. Burgenlauf. Ich habe auch den “Blogger”-Artikel in der heutigen Ostsee-Zeitung-Ausgabe (OZelot) gelesen. Gute Leistung, Toll!
Grüße aus Greifswald
10. Burgenlauf – Von Penzlin nach Burg Stargard…
Dadurch dass so gut wie jedes Wochenende ein anderer Wettkampf ansteht und komme ich kaum zu Longjogs für meine Marathonvorbereitung. Deshalb bin ich immer sehr froh, wenn mal wieder eine längere Wettkampf-Strecke ansteht, so wie letzten Sonntag übe……