Gestern lief ich zum dritten Mal beim Stralsunder Rügenbrückenlauf, und das obwohl der Lauf nicht gerade zu meinen Lieblingswettkämpfen gehört. Trotz dessen und des miesen Wetters konnte mir der Lauf in diesem Jahr noch richtig Spaß bereiten.
Am liebsten hätte ich wohl dieses Jahr den Rügenbrückenlauf sein gelassen und statt dessen Mal ein Wochenende frei gehabt, denn so wirklich konnte mich der Lauf in den letzten beiden Jahren nicht vom Hocker reißen. 2008 lief ich erkältet die 12km, es war einfach eine Qual bei bitterer Kälte die Brücken nach Rügen zu überqueren und mich den gleichen Weg wieder zurück zu schleppen. Nagut, dafür kann der Lauf nichts. 2009 lief ich wieder die 12km, aber die Organisation war ein Graus: zum Beispiel gab es keine Umkleide, so dass sich die Läufer im Flur des Ozeaneums umziehen mussten, und Toiletten gab es auch nicht genügend. Die Strecke selbst empfand ich auch nicht als soo schön: Rügenbrücke hin, Rügenbrücke zurück. Also nur Asphalt geradeaus laufen, Wende, und wieder nur geradeaus zurück.
Da Papa sich aber schon so riesig auf das große “Achim-Achilles-Supertalente” (-Treffen beim Rügenbrückenlauf freute und Mutti sogar fürs Treffen Event-Shirts bastelte, wollte ich mir den Lauf doch nicht entgehen lassen. Matze hatte mit seinem Sieg letztes Jahr noch einen Freistart gewonnen und war also auch mit dabei
Da es für dieses Jahr schon meine 20. Laufveranstaltung sein sollte und sich so mittlerweile eine gewisse Wettkampfmüdigkeit einstellt, wollte ich den Lauf als lockere Trainingseinheit nehmen.
Bereits um 7Uhr machten wir uns auf den Weg nach Stralsund, wo wir dann auch die anderen der Achim-Achilles-Supertalent-Gruppe antrafen
Bei der Startnummernabholung im Ozeaneum sahen wir dass mal wieder keine Umkleiden angeboten wurden. So zogen wir uns mal wieder irgendwo im Gang um. Immerhin wurde dieses Jahr draußen noch zusätzlich ein Toiletten-Container aufgestellt, so dass man diesmal keine viertel Stunde mehr anstehen musste.
Papa startete schon um 9:30Uhr zusammen mit Heiko seinen Halbmarathon. Der Startschuss für unseren 12km-Lauf fiel dann erst um 10:45Uhr. Ich ging zusammen mit Roland ein angenehmes 5min/km-Tempo an. Mal wieder zusammen mit meinem Bruder zu laufen, machte mal wieder richtig Spaß und grade als ich das schöne Laufwetter lobte…. fing es an zu regnen! Das vermieste mir schon etwas die Stimmung, denn war es beim Start schon nicht besonders warm, wurde es nun richtig ungemütlich. Auf der Rügenbrücke wurde es sehr windig, ein paar Kilometer später wurde aus dem Regen sogar Hagel, fühlte sich jedenfalls so an. Roland hatte wohl bei dem Wetter auch keine große Motivation mehr und ließ sich etwas zurückfallen lassen, so dass ich nun alleine weiterlief. Am Ende der Brücke ließ der Regen nach und somit kam auch mein Spaß am Lauf wieder. 7km waren nun schon geschafft und auf dem Rückweg über den Rügendamm ließ ich mich von dem zügigeren Tempo eines Überholenden mitziehen. Wir liefen zusammen ein für mich gutes Tempo von 4:30min/km und steigerten dies bis zum Ende sogar auf 4:16min/km. Dies kam mir, vielleicht auch durch den Rückenwind, so ungewohnt leicht vor, dass mir die letzten 5km wirklich sehr großen Spaß machten.
Nach 12,3km in 58:08min lief ich ins Ziel und bedankte mich bei meinem Mitläufer für den tollen Lauf. Und noch etwas schönes beim Rügenbrückenlauf: es gibt wirklich schicke Finisher-Medaillen und auch sehr ansehnliche Glaspokale, von denen Matze auch einen mit nach Hause gebracht hat dank seines tollen zweiten Platzes.
Im Anschluss an den Rügenbrückenlauf machten wir es uns mit den Achim-Achilles-Supertalenten im Café des Ozeaneums gemütlich, stießen mit Sekt an und aßen in gemütlicher Runde Kuchen, so ging dann mal wieder ein schöner Wettkampftag zu Ende. Ich denke mal, nächstes Jahr bin ich bestimmt doch wieder beim Rügenbrückenlauf dabei
Nächste Woche geht’s dann auf nach Dresden, wo Matze noch mal einen Marathon angeht, nachdem er in Ulm aufgrund Bauchmuskelproblemen abbrechen musste. Ich selbst werde dort die 10km-Distanz laufen und werde je nach Tagesform spontan entscheiden, ob ich eine neue Bestzeit angehe oder nicht. Eigentlich hatte schon keine große Lust mehr auf einen 10km-Wettkampf mit Bestzeitjagd, aber der gestrige Laufs hat mich doch wieder etwas motiviert
Das Tempo der letzten 5km entsprach genau meinem Wunsch-10km-Tempo, meine Beine fühlten sich gut an und mit meinem Puls war ich auch mal ganz zufrieden. Wenn die Bedingungen in Dresden stimmen und ich mich gut fühle, wer weiß, vielleicht habe ich ja Glück und es klappt doch noch mit meiner 10km-Bestzeit dieses Jahr.
Siehe auch:









3. Rügenbrückenlauf Stralsund…
Gestern lief ich zum dritten Mal beim Stralsunder Rügenbrückenlauf, und das obwohl der Lauf nicht gerade zu meinen Lieblingswettkämpfen gehört. Trotz dessen und des miesen Wetters konnte mir der Lauf in diesem Jahr noch richtig Spaß bereiten. …….
3. Rügenbrückenlauf Stralsund…
Gestern lief ich zum dritten Mal beim Stralsunder Rügenbrückenlauf, und das obwohl der Lauf nicht gerade zu meinen Lieblingswettkämpfen gehört. Trotz dessen und des miesen Wetters konnte mir der Lauf in diesem Jahr noch richtig Spaß bereiten. …….
Fleißg fleißig liebe Jana, muss ich schon sagen, und eine Pace hast du drauf, echt klasse!
Da würde dir ein Angriff auf die 10 Km-Bestzeit doch gut zu Gesicht stehen, oder?
Komm, versuch´s doch mal, bin auch gerade eine neue PB über diese Distanz gelaufen, allerdings war das bei mir eher ein Zufallsprodukt.
Also, ich habe vorgelegt, jetzt bist du dran!!!
Viel Spaß und viel Erfolg bei deinen Wettkämpfen,
Steffen
Hallo Jana!
Habe endlich mal deinen Stralsund-Bericht gelesen.
Umziehen konnte man sich im Warmen (und sogar ein paar Stühle gab es) in der Halle, wo man die Startnumern abgeholt hat, wo dann auch die Massage war.
Wir sehen uns am 5.12.
Tschüß – Gerlind