3. Dezember 2010

18. TÜV Rheinland Berliner Marathon-Staffel

Endlich finde ich auch wieder Zeit für einen neuen Blogeintrag und vor allem für den Wettkampfbericht über die Berliner Marathon Staffel, die nun auch beinahe 2 Wochen her ist   :roll:  

In den letzten Wochen hatte ich einfach keine Zeit und Muße gefunden, diesen Bericht fertig zu schreiben. Angefangen hatte ich ihn schon relativ zeitnah nach dem Wettkampf, aber am zu Ende schreiben hat es gehapert ;-) Im letzten halben Jahr hatte ich durch mein Studienpraktikum mitten in der Woche keine Zeit mehr. Da ging es arbeiten, laufen und abends vielleicht noch etwas fernsehen. Da die letzten beiden Wochenende so waren, gibt es halt erst jetzt einen kurzen Wettkampfbericht. :-)

Am Samstag vor 2 Wochen ging es nach Güstrow zur Auswertung des Laufcup M/V, an dem Papa, Matze und ich dieses Jahr teilgenommen haben. Matze konnte den Laufcup schon ein paar Mal gewinnen, für Papa und mich war es aber die erste Teilnahme. :-) Zum Laufcup gehören 14 Läufe, von denen die Besten 5 in die Wertung eingehen. Die Auswertung wurde mit einem gemeinsamen lockeren 10km-Lauf eingeläutet und nach einer Dusche fanden sich die Laufcup-Teilnehmer in gemütlicher Runde zu Nudeln mit Gulasch und den Siegerehrungen zusammen. Matze konnte dieses Jahr leider ganz knapp seinen Gesamtsieg vom Vorjahr nicht verteidigen, ein halber Punkt fehlte ihm zum Sieger Steffen Peters. Aber über einen zweiten Platz in der Gesamtwertung und einen Ersten in der M30 kann man ja auch nicht meckern! :-) Ich konnte einen 8. Platz in der Gesamtwertung und einen zweiten in meiner Altersklasse erzielen. Damit kann ich sehr zufrieden sein, ein besserer Platz wäre nicht drin gewesen. :-)

Direkt nach der Auswertung ging es schon weiter in Richtung Neuruppin zu Heiko und Juliane, bei denen wir in der Nacht zur Berliner Marathon-Staffel schlafen durften. Papa lief zusammen mit Heiko in dessen Team “LT Feuerräder”. Juliane lief für die “jk-fun-runners”. Mit diesen beiden Staffeln gingen wir am Samstag auch noch in Berlin leckere Pizza und Pasta essen :-)
Auch Matze und ich haben jeweils eine Staffel organisiert bekommen: das Männer-Team “Nordlichter 1″ war mit Matze, Stephan, Jasper, Daniel und Steffen fast ein reines Uni-Lauftreff-Team. Unsere Frauenstaffel “Nordlichter 2″ mit war dagegen bunt gemixt aus Lauftreff, (Ex-)Triathletinnen und Hobbyläuferin. Aus dem Uni-Laufkurs waren nur Julia und ich dabei, wir konnten aber noch Ex-Weltklasse-Triathletin Christiane Pilz für unsere Staffel gewinnen, außerdem auch Julia und Doreen von den Triathleten vom FIKO Rostock. Eigentlich sollte auch noch Daniel seine Freundin aus Cottbus mitbringen, da dort aber Hochwasser herrschte, musste sie zu Hause bleiben. Glücklicherweise brachte er aber gleich Ersatz mit Ursula mit, so dass wir dann auch vollständig waren :-)

Als wir morgens auf dem Tempelhofer Flugplatz ankamen war es nebelig und eisig kalt, so dass ich mir bis zum Start noch meine Jeans über die Lauftight und ein paar Socken mehr anziehen musste um nicht völlig auszukühlen. Nach und nach trafen unsere Staffelläufer ein. Einige kamen mit dem Zug aus Rostock, andere waren schon einen Tag früher in Berlin und Daniel und Ursula wiederum kamen mit dem Auto aus Cottbus. Matze ging sich bald einlaufen, denn er war, so wie ich auch, Startläufer. Da ich einige Zeit auf der Damentoilette anstehen musste hatte ich gar keine Zeit mehr mich warm zu laufen und musste mich direkt in den Startblock einordnen. Da der Start in der Halle war, hatte mein Forerunner keinen Satellitenempfang, das heißt ich müsste mein Tempo erstmal nach Gefühl gestalten. Als der Startschuss fiel ging erstmal das Gerangel los, direkt vor mir stürzte jemand, darüber noch jemand, und noch jemand und ich auch beinahe, konnte mich aber gerade noch so fangen und den Lauf nun ordentlich angehen. 6,2km hatte ich als Startläuferin zu laufen und ich wusste eigentlich gar nicht wie schnell ich da laufen sollte/könnte. Immerhin bin ich dieses Jahr selten so kurze Strecken gelaufen. Da der Forerunner eh keine Signal hatte, ließ ich mich einfach überraschen und hing mich an einen Typen vor mir, der so aussah, als wenn er ein konstantes Tempo an den Tag legen würde. Das Tempo war goldrichtig :-) Ich lief also einfach stur und monoton hinterher. Zu sehen war auf der Strecke sowieso nichts. Der Nebel war so stark, dass ich einige Minuten nach dem Start schon nicht mehr dass Flughafen-Gebäude erkennen konnte und sowieso keine Ahnung hatte wo wir nun eigentlich genau hinliefen. Ich sah nur eine breite Landebahn, etwas Rasen daneben und die Läufer neben und maximal 100m  vor mir. Nach etwa 1,5km muss auch mein Forerunner ein Signal gefunden haben, denn er zeigte mir nun einen 4:13min/km-Schnitt an. Ich war überrascht. Matze sagte mir zuvor einen 4:15er Schnitt voraus, ich hatte aber da noch den Kopf geschüttelt, weil ich der Meinung war im Moment nicht fit genug dazu zu sein. Und nun? Ganz intuitiv das richtige Tempo gefunden, wie toll :-) Motiviert dadurch hielt ich das Tempo weiterhin konstant bis zum Ende und lief als bis dahin fünfte Frauenstaffel in die Halle ein. Fast hätte ich Doreen verpasst, sie fand mich aber, schlug ab und lief los. 26:05min brauchte ich für meine 6,195km. So ein gutes Tempo hätte ich nicht erwartet. Ich war sehr zufrieden :-) Jetzt hieß es nur noch abwarten und zuschauen wie die anderen sich schlagen. Doreen beendete ihre 6km-Runde nach 27:23min und wechselte auf die ihre Triathlon-Kameradin Julia, die schon nach 10km in super 43:22min wieder die Halle erreichte. Aber wo war Ursula? Wir sahen Julia die Wechselzone hoch und runter laufen, nach Ursula ausschauend und sie nicht findend. Dann wurde auch noch unser nächster Staffelpartner über Lautsprecher ausgerufen. Es machte sich bei uns etwas Panik breit, aber nach 1-2 Minuten, die uns viel länger erschienen, fanden sich Ursula und Julia doch noch und es konnte weitergehen. Welch ein Glück :-) Das gleiche Spiel gab es aber auch wieder beim nächsten Wechsel, als Ursula ihre 5km in 25:23min (mit der Verzögerung) absolviert hatte und auf Christiane wechseln wollte. Christiane war noch nicht rechtzeitig in der Wechselzone und so verzögerte sich der Wechsel wieder ein wenig. Christiane, unsere weitaus schnellste Frau in der Staffel lief trotz des verpatzten Wechsels eine  Zeit von 39:42min über die 10km. Als Schlussläuferin machte sich nun Julia für die letzten 5km auf den Weg und wir erwarteten sie schon im Ziel, welches sie völlig erschöpft nach 23:31min, also einer Marathon-Gesamtzeit von 3:05:29min erreichte.

Unser Traumziel von einer Zeit unter 3h konnten wir zwar nicht erfüllen, was wir aber wohl auch mit perfekten Wechseln nicht geschafft hätten. Aber das Ziel unserer beiden Nordlichter-Staffeln jeweils die Top10 zu erreichen, haben wir gepackt! Unsere Frauenstaffel wurde 10. in der Gesamtwertung (von 139 Staffeln) und 8. in der Altersklasse. Matzes Männerstaffel wurde mit der Zeit von 2:30:51h 9. in der Gesamtwertung von 1035 Staffeln :-) Ein super Ergebnis! Nach dem Wettkampf machten sich alle wieder auf den Heimweg. Außer Matze und ich. Wir blieben noch bis Dienstag in Berlin um Matzes 30. Geburtstag unter anderem im Hard Rock Café und im Liquidrom zu genießen. Am Dienstag ging es dann per Mitfahrgelegenheit noch nach Hamburg, wo wir uns gemeinsam mit meiner Familie zum Konzert der Fantastischen Vier in der O2 Arena waren. Das waren also sehr schöne Tage :-)

Mittlerweile ist auch hier in Rostock richtig der Winter angekommen. War es zuerst nur schweinekalt, liegt nun seit gestern auch hier Schnee ohne Ende. So mag ich den Winter und so gehe ich auch gerne laufen! Wenn es nur dunkel, nass und eisig-kalt ist hält mich auch gerne der Schweinehund  auf der kuscheligen Couch. Daher kam ich in den letzten Wochen wohl auch immer nur auf etwas über 30km in der Woche. Aber das ist ja nicht so schlimm, denn die Saison ist vorbei und ein paar Wochen ganz ruhig zu machen kann nicht schaden :-) Ganz anders ist es jetzt, wenn ich die schneeweiße Landschaft vom Fenster aus sehe: da bekomme ich richtig Lust zu laufen. Man kommt zwar nicht voran, aber es ist schön wenn es überall weiß und ruhig ist und nur der Schnee unter den Schuhen knirscht. Hach ja :-)

Siehe auch:

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  1. Steffen schrieb am 3. Dezember 2010 um 11:56:

    Hey Jana,
    nach dem, was du alles in diesem Jahr bestritten und erreicht hast, hast du dir die Pause auch redlich verdient!

    Genieße sie, sammle neue Kräfte und starte dann erfolgreich ins neue Laufjahr 2011!

    Ich wünsche dir einen schönen 2. Advent,
    Steffen

  2. M a r e k schrieb am 3. Dezember 2010 um 14:28:

    Hi Jana, wärst ja fast über mich rüber gefallen – habe mich nämlich schön hingelegt, nachdem vor mir jemand gestolpert ist. Super Zeit seid ihr da gerannt, Respekt! Schönen 2. Advent wünschen dir die Running Twins.

  3. Gudrun schrieb am 3. Dezember 2010 um 23:44:

    Die ganze Stürzerei zum Anfang hatte Papa ja noch gefilmt, sah ja teilweise ganz schön schlimm aus…. Du bist da auch ganz gut zu sehen, wie du noch gerade so ausweichen kannst :-) ) -> http://www.youtube.com/watch?v=RqUTYr9qGpM