Es ist geschafft: der Einstieg in die neue Laufcup-Saison fand heute in Wittenburg statt
Wie ich im letzten Blogeintrag schon berichtet hatte, ging es heute wieder mit dem Laufcup 2011 los und durch mein planloses Training im Winter hatte ich keine Ahnung wie ich Form einschätzen sollte. Mein Ziel war es dies herauszufinden. Matze und ich fuhren schon am Freitag abend Richtung Schwerin, da wir am Samstag noch mit unserem Pino in Renzow (Wittenburg) zum Retrievertraining wollten. Heute morgen machten wir uns dann pünktlich zum Lauf nach Wittenburg auf, durch die Übernachtung in Schwerin hatten wir es aber nicht mehr ganz so weit. Matze konnte übrigens nicht in Wittenburg starten, da er eventuell einen Fersensporn hat, der ihn ärgert. Statt dessen passte Matze auf Pino auf und schaute beim Lauf zu.
Vor Ort traf man dann gleich wieder jede Menge Läufer, die wir zuletzt in der letzten Laufcupsaison gesehen hatten. Auch direkte Konkurrenz von mir war reichlich vertreten, das machte den Wettkampf natürlich besonders spannend. Man selbst denkt, dass alle anderen im Winter vernünftiger und motivierter trainiert haben als man selbst und nun viel fitter sind.
Meine Vereins-Kameradin vom SV Post Telekom Schwerin Anke Wetzel, die sich für den Wettkampf wieder abgemeldet hatte, machte mir aber Mut, weil sie meinte im Winter auch das Training schleifen lassen zu haben. Ich ordnete mich für den Start im vorderen Mittelfeld ein, hinter Jana Bahlo vom Laufteam Rügen, die im letzten Jahr auch in etwa gleich stark wie ich war. Nach dem Startschuss lief ich auch die ersten hundert Meter mit ihr mit, aber musste einsehen, dass das unter 4:30er Tempo zu hoch ist und ich es so wahrscheinlich nicht bis zum Ende durchhalten könnte. Ich ging im Vornherein eher von einem 4:40er Schnitt aus und drosselte daher das Tempo. Nach 1,2km gelangten wir auf eine etwa 2,6km-lange Runde durch ein Industriegebiet und einer Straße entlang, die wir drei Mal absolvieren mussten. Ich hatte mittlerweile eine Gruppe Jungs gefunden, die ein gutes Tempo zwischen 4:30 und 4:38min/km liefen. Das fühlte sich richtig an.
So eine Runde ging schnell vorbei, vor allem weil der letzte Kilometer einer Runde leicht bergab verlief. Am Ende der 2. Runde erblickte ich auch wieder Jana Bahlo und Sabine Schrapers kurz vor mir. Bis zum Beginn der letzten Runde war ich an beide heran gelaufen und kurz danach auch vorbei. Dann bemerkte ich, dass mein linker Schnürsenkel sich selbstständig machte… Anhalten und schnüren? Dann wären alle wieder weit weg und ich hätte sicherlich Seitenstechen vom Stehenbleiben. Also: weiterlaufen! So lief ich unbeirrt mein Tempo gleichmäßig weiter. In der Mitte der Runde lief ich an noch eine Frau heran und wollte eigentlich nur noch mitlaufen und nicht weglaufen, aber sie ließ abfallen. Also doch alleine weiterlaufen. Direkt hinter mir war erstmal keiner zu hören, also ging ich davon aus, dass ich nur noch so weiterlaufen müsste und die anderen in einigermaßen sicheren Abstand hinter mir wären. 200m vor dem Ziel drehte ich mich doch noch einmal um und erblickte nur ein paar Meter hinter mir Jana Bahlo und Uta Donner. Uuups! Doch noch mal Gas geben, das wollte ich mir dann doch nicht mehr nehmen lassen, so kurz vor der Zielgeraden. Also rannte ich die letzten 200m im Intervall-Tempo und erreichte atemlos das Ziel nach guten 44:53min (Dank schnellem 7. und 10, Kilometer)! Das ist zwar so ziemlich genau eine Minute langsamer als meine Bestzeit vor fast 2 Jahren, aber nur eine halbe Minute langsamer als meine Bestleistung im letzten Jahr!
Und wenn ich bedenke, dass mein Training in diesem Jahr vorzugsweise aus lockeren bis langsamen Läufen bis 12km bestand, dann kann ich damit sehr zufrieden sein. In jedem Fall hat dieser Lauf seinen Zweck erfüllt mich für das Training wieder zu motivieren. Mit etwas durchdachteren Training sollte doch in diesem Jahr eine neue 10km-Bestzeit, also unter 43:55min, drin sein! Das wäre wirklich schön.
Welches mein nächster Laufcup-Lauf wird, weiß ich noch nicht genau. Fünf muss ich jedenfalls machen. Den Neubrandenburger Frühlingslauf kann ich wohl nicht mitlaufen, da Matze dort in USA ist und ich Pino nicht allein lassen möchte. Den Ückermünder Haffmarathon kann ich wohl nicht aus dem Training heraus laufen und am Tag des Post-Telekom-Lauf in Schwerin habe ich Geburtstag und bin mir nicht sicher, ob ich dann einen 15km-Wettkampf laufen möchte oder stattdessen in der Zeit mit Pino zum Retriever Training gehe, während Papa und Matze dort rennen. Spätestens den Warnemünder Küstenlauf kann ich wieder mitmachen, der ist ja direkt um die Ecke! Dann sollte ich auf alle Fälle demnöchst mit nem Halbmarathon-Training anfangen, da im Mai wieder die Halbmarathon-Landesmeisterschaft in Neubrandenburg stattfindet. Im letzten Jahr konnte ich nicht starten, weil er eine Woche nach meinem Hamburg-Marathon-Blackout stattfand und ich davon noch ziemlich fertig war. Ebenso möchte ich in jedem Fall wieder die 10.000m-Bahn-Landesmeisterschaft mitlaufen, da das wirklich Spaß gemacht hat
Dann fehlt nur noch ein Laufcup-Lauf, mal schauen welchen ich dann mitnehm
So, das war’s so weit, ich wünsch euch ein schönes Wochenende bei dem super Wetter draußen!









Schön, wenn man durch so einen Lauf wieder motiviert wird. Das hattest du scheinbar dringend nötig, um im Training wieder die Fetzen fliegen zu lassen. Denn da ist auf jeden Fall noch einiges drin.
Glückwunsch zum gelungenen Saisoneinstand – welche Platzierung ist da denn am Ende bei den Frauen herausgekommen?
@Laufhannes:
) So ist das manchmal…
Naja, ein 9. Platz von 53 bei den Frauen und der 5. von 10 in meiner AK. Mit der AK-Platzierung ist mal wirklich Pech, denn meist sind die ersten Frauen bei uns älter. Aber dieses Mal waren 4 der Top5 in meiner AK
Aber Platzierung war mir sowieso egal. Mit der Zeit bin ich so zufrieden, weil ich meine Form deutlich schlechter eingeschätzt hatte
Na das nenne ich mal einen sehr gelungenen Saisonstart, herzlichen Glückwunsch dazu!
und hey, wer jetzt schon eine solch schnelle Sohle hat, der schafft auch sicher eine neue PB über die 10, ich denke eine gute 42 ist ohne Probleme bei dir möglich!
Alles Gute,
Steffen
@Steffen:
Wahh… 42min? Bist du verrückt?
) Das wäre ein Traum *g* Matze sagt mir auch oft, dass das drin wäre, aber ich seh’ das noch nicht so. Das ganze letzte Jahr hab ich versucht meine Bestzeit von knapp unter 44min zu brechen, aber hing dann doch jeden Lauf wieder bei 45min rum… Abwarten… äh…. trainieren, trainieren, trainieren
Dir auch Glückwunsch zu deinem Ultra-Finish nach deinem Leistenbruch.
Wirklich bemerkenswert!
lg Jana
Jana, jetzt mal Butter bei die Fische, wenn bei einem deiner Wettkämpfe mal alles passt, die Bedingungen stimmen, du gesundheitlich auf dem Damm bist, und dann noch gut ausgeruht, vielleicht sogar noch jemanden finden kannst, der dich zieht, glaube mir, oh ja, dann ist die 42 drin, gaaaanz sicher! Wer zu einem solch frühen Saisonzeitpunkt schon so gut drauf ist……
Danke für die Glückwünsche, war auch ein hartes Stück Arbeit (also mehr wieder einigermaßen so schnell fit zu werden).
LG
Steffen
P.S: So, und jetzt mit breiter Brust ab zur neuen PB, ok
Hallo Jana,
danke dass du unsere Leistungen auf eine Stufe stellst. Es war wirklich ein guter Lauf als Einstieg in die Saisaon. Ich war noch nie so schnell über 10 km. Gestern las ich diesen Artikel (etwas verkürzt) im Ozelot der OZ und war ganz erstaunt meinen Namen dort zu finden. Schade, dass du morgen in Schwerin nicht mitläufst. Dann wünsche ich dir einen schönen Geburtstag.