30. April 2011

30. Warnemünder Stoltera-Küstenwaldlauf

Heute fand bei schönstem, wenn auch windigem, Laufwetter der 30. Warnemünder Stoltera-Küstenwaldlauf statt. Da dieser in Rostock stattfindet und zum Laufcup gehört, war es für Papa, Roli, Matze und mich ja quasi eine Pflichtveranstaltung ;-)

Ich selbst bin diesen Lauf erst einmal, vor zwei Jahren, gelaufen und hatte ihn in nicht sooo schöner Erinnerung. Damals bin ich zu schnell gestartet, die Sonne brannte und die kurzen Strandsand-Abschnitte gaben mir den Rest, so dass ich mich nur ins Ziel quälte. Im letzten Jahr fand der Lauf einen Tag vor dem Hamburg Marathon statt, so dass Matze und ich leider nicht teilnehmen konnten.

In diesem Jahr sollte der Lauf deutlich besser werden, denn dass ich zu schnell angehe ist mir schon lange nicht mehr passiert :-) Roland nahm sich für heute, ebenso wie ich, eine Zeit um die 45:00 min vor. Eigentlich wollte ich es wieder wie in Wittenburg halten und etwas langsamer als das angestrebte Durchschnittstempo starten und am Ende Gas geben. Eigentlich. :roll:  Aber direkt nach dem Start auf dem Sportplatz sah ich die ebenfalls im Laufcup startenden Läuferinnen Jana Bahlo (Laufteam Rügen) und Kerstin Cools (HSV Neubrandenburg) nur ein paar Meter vor mir.  Obwohl ihr Tempo etwas unter 4:30 min/km lag, hielt ich mich daran. Zunächst liefen wir in Richtung Leuchturm an der Promenade entlang, wo ziemlicher Gegenwind herrschte, aber nach noch nicht mal 2km kamen wir an die Wende und wir hatten den Wind im Rücken :-) Das Tempo war nun sehr konstant und ich fühlte mich ganz gut damit. Am Ende der Promenade liefen wir weiter schnurstracks in den Küstenwald. Dort gab es zwei, drei kurze Abschnitte mit Sandstrand an denen es sich schwerer lief, aber ich hatte sie schlimmer in Erinnerung ;-) Mittlerweile waren wir auch an meine Vereinskollegin Kathrin Schröder herangelaufen, die erst vor ein paar Wochen wieder richtig ins Training einsteigen konnte. Kurz nach der Wende im Wald war auch schon die Hälfte geschafft und ich begann allmählich wieder das Feld von hinten aufzurollen, obwohl ich nur das Tempo hielt. Kurz vor Höhe des Sportplatzes ging es wieder auf die Promenade, und ich warf mal einen Blick zurück: die drei Läuferinnen, die ich kurz hinter mir vermutete, waren nicht zu sehen. Die letzte Runde war nur noch eine halbe Runde, denn es ging nicht mehr in die Richtung des Leuchtturms, sondern gleich in den Wald. Dort lief ich zu Falk Bartusch vom SC Laage auf und war froh endlich wieder jemanden zum mitlaufen zu haben. Er wiederum versuchte mich zu animieren noch an die nächste Frau, Laura Michel (LAV Rostock), heranzulaufen aber dafür fehlte mir die Motivation: meine Beine fühlten sich zwar noch locker an, aber ich fühlte mich schon einigermaßen erschöpft und weiß dass Laura viel schneller laufen kann und es von daher sowieso wenig Sinn hat. Ich wollte nur noch im gleichen Tempo ins Ziel. Falk verabschiedete sich dann aber mit den Worten, dass ihm das Tempo zu hoch sei, und ich lief dann doch noch an Laura heran. Den letzten Kilometer liefen wir also zu zweit, aber ich schnaufte schon ganz schön und wollte es auch nicht auf einem Zielsprint ankommen lassen, ich ließ sie auf den letzten hundert Metern ziehen und erreichte eine Sekunde nach ihr, in 44:34 min das Ziel.  Das ist eine Zeit mit der ich sehr zufrieden bin. Denn trotz des Windes, der teilweise sandigen Strecke und meines durchwachsenen Trainings lag ich gerade Mal 16 Sekunden hinter meiner Bestleistung im letzten Jahr. :-) Das lässt hoffen für die 10.000m LM in einem Monat und die Halbmarathon LM nächste Woche!

Insgesamt belegte ich übrigens den 7. Platz bei den Frauen und den 3. Platz in meiner Altersklasse. Hier übrigens noch mal mein Tempo- und Puls-Verlauf im Wettkampf:

Matze konnte sich heute mal wieder mit Steffen Peters (HSV Neubrandenburg) messen und dies endete mal wieder in einem Zielsprint bei dem Steffen Peters knapp gewann. Matze war aber dennoch zufrieden, denn er konnte seine persönliche Streckenbestzeit um eine Sekunde verbessern :-)

Siehe auch:

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  1. Steffen schrieb am 2. Mai 2011 um 08:32:

    Mensch Jana, bist du gut drauf! Sag mal, was passiert eigentlich, wenn du mal top Bedingungen hast, also eine schnelle Strecke, gute Temperaturen und keinen Wind UND noch einen Zugläufer dazu – glaubst du mir jetzt, das eine Zeit mit einer 42 vorneweg möglich ist? Ich glaube daran, und wenn es eine 42:50 ist, aber hey, du hast das absolut drauf!

    Bin schon sehr gespannt, was du von deinen kommenden Events zu berichten hast, zu diesem auf alle Fälle meine herzlichsten Glückwünsche zu deiner Zeit und deiner klasse Platzierung,
    Steffen

  2. Grit schrieb am 6. Mai 2011 um 18:53:

    Hallo Jana,

    super gelaufen und ein echt toller Artikel! Von deiner Renneinteilung kann ich mir noch ne Scheibe abschneiden. Ich denk auch, dass du dieses Jahr noch besser drauf bist…Ich find deinen Pulsverlauf sehr interessant – meiner ist doch sehr anders. Ich wünsch dir viel Glück für alle kommenden Wettkämpfe und weiterhin ganz viel Freude am Laufen.
    LG Grit