29. Mai 2011

Jippie! Endlich eine neue Bestzeit über 10.000m! :-)

Seit zwei Jahren versuche ich ständig eine neue Bestzeit über 10km, oder zumindest noch mal eine Zeit von unter 44min, aufzustellen, aber irgendwie schien es eine Mauer zu sein. Gestern hätte ich es nicht erwartet und es hat trotzdem geklappt: bei der 10.000m Bahn Landesmeisterschaft konnte ich meine Bestzeit um 16 Sekunden verbessern! :-)

95. Stundenlauf im Warnemünder Küstenwald

Zunächst stand am Mittwoch der obligatorische Stundenlauf im Warnemünder Küstenwald statt. Obwohl ich schon ein paar Mal teilnahm und immer die Stunde laufen wollte, überlegte ich es mir mitten im Lauf doch immer anders und entschied mich für den Halbstundenlauf. :oops:  Dieses Mal wollte ich beim Stundenlauf aber wirklich die Stunde laufen und da ich aufgrund des Wettkampfs am Wochenende nur locker machen wollte, war dies auch kein Problem. Ich lief einfach wie jeden Mittwoch zusammen mit Julia, nur ein bisschen zügiger als sonst, ein bisschen über 5min/km. Wir liefen also beide schön zusammen die etwa 2km lange Runde für Runde, ich wartete sogar noch, während Julia kurz im Busch verschwand. Es war ja eh nur Spaß heut. :-) Bei der vorletzten Runde kamen wir bei knapp über 51min vorbei, da juckte es mir doch in den Beinen: die 6 Runden, also 12km, wollte ich doch noch unter einer Stunde schaffen. Ich fragte Julia ob es ihr was ausmacht, wenn ich es noch unter einer Stunde versuche und gab dann Gas. Laut meinem Forerunner lief ich den vorletzten Kilometer in 4:22min und den letzten in 4:07min und blieb mit 59:16min noch locker unter der Stunde. :-) Hochgerechnet kam ich also auf 12.148m. Vielleicht schaffe ich es ja mal mich zu motivieren und die Stunde mal wirklich schnell durchzulaufen… ist nur immer so schwer vom Kopf her, wenn es auch einen Halbstundenlauf gibt. :roll: Und ich bin sehr stolz auf Matze: er konnte seinen Streckenrekord vom letzten Jahr auf 17.950m verbessern!

10.000m Bahn Landesmeisterschaft in Güstrow

Auf die 10.000m Landesmeisterschaft war ich in diesem Monat eigentlich am meisten gespannt, schon alleine weil es das einzige Mal im Jahr ist, wo man 25 Runden im Stadion läuft. Letztes Jahr habe ich dort zum ersten Mal mitgemacht und hatte Angst dass es zu monoton wäre so viele Runden zu laufen. Aber im Endeffekt kam trotz Hitze eine gute Zeit dabei heraus und eigentlich fand ich das Rennen ziemlich spannend und gar nicht monoton. Deswegen freute ich mich auch in diesem Jahr so darauf und hoffte hier meine Bestzeit brechen zu können. Aber einen Tag vor dem Wettkampf bekam ich Panik, weil meine Nase nicht wirklich frei war und befürchtete krank zu werden. Matze meinte das bilde ich mir ein und das wird schon morgen. Am nächsten morgen ging es mir eigentlich auch ganz gut, krank fühlte ich mich jedenfalls nicht, auch wenn meine Nase nicht so richtig frei war. Antreten wollte ich aber in jedem Fall.

In Güstrow angekommen waren auch schon die ersten Läufer bei ihrem 10.000m Rennen. Die Läufe würden nämlich nach Tempo sortiert. Matze sollte um 11:20 Uhr starten und ich und Papa um 12:30 Uhr. Wir schauten uns erstmal den derzeitigen Lauf an, denn dort lief unser Neuzugang des SV Post Telekoms: Anne-Kathrin Litzenberg. Anne lief als einzige Frau in ihrem Lauf ein tolles Rennen und kam mit einer wahnsinnig guten 39:15min (Bestzeit!) ins Ziel! Danach  war Matze an der Reihe. Er konnte mit einer 33:22 min den 2. Platz belegen. Der Erste, Triathlet Danny Friese, nimmt allerdings nicht am Laufcup teil, so dass Matze wieder 25,5 Punkte sammeln konnte und in diesem Jahr hoffentlich wieder den Laufcup gewinnt! :-)

Während Matzes Lauf fragte mich Anne-Kathrin ob ich verschnupft sei, weil ich mich so anhörte. Damit fühlte ich mich wieder in meiner Vermutung, krank zu werden, bestätigt und wurde etwas unsicher was meinen Lauf anging. Ich wollte dann einfach beim Lauf sehen wie ich mich fühlen würde. Den dritten Platz in meiner Altersklasse hatte ich sowieso schon sicher, da Anne Prahl, die auch gemeldet war, am letzten Wochenende den Hamburg Marathon gelaufen ist und gestern nur zuschaute. Von daher wäre es nicht schlimm gewesen, wenn die Zeit nicht so toll gewesen wäre.

28.05.2011 10.000m Bahn LM Güstrow In meinem Lauf waren dann meine Vereinskolleginnen Sabine Schrapers und Kathrin Schröder meine direkten Konkurrentinnen. Ich wollte mich beim Startschuss nicht so mitreißen lassen von den beiden und hielt mich etwas weiter hinten auf. Trotzdem war meine erste Runde zu schnell. Ich ließ die beiden ziehen und hielt mich in einer Männer-Gruppe auf, die mein Tempo lief. Wir pendelten uns laut meiner Uhr bei ca. 4:30min/km ein und das Tempo fiel mir leicht. Dass sich meine Nase vorher etwas verschnupft anfühlte, bemerkte ich eigentlich nicht mehr. Nach den ersten Kilometern sah ich Sabine schon über 100m vor mir und Kathrin etwa 20m dahinter. Der Kommentator kündigte schon an, dass sich bei den Frauen die Zielreihenfolge schon abzeichnen würde. Ich ließ mich aber nicht dadurch beunruhigen und blieb in meiner Gruppe, denn ich wusste dass ich am Ende noch Kraft für mehr Tempo hätte. Bei Kilometer 6 etwa wurde mir das Tempo in der Gruppe aber etwas zu langsam und ich lief an den nächsten Mann heran. Kathrin Schröder hatte mittlerweile Sabine Schrapers eingeholt. Nun war Kathrin etwa 100m vor mir und ich lief Stück für Stück an Sabine heran. Ich wurde auf beiden Graden fleißig angefeuert. Jörg Clemen und Horst riefen mir auf der einen Seite immer die verbleibenden Meter zu Sabine zu und auf der anderen Seite standen Matze, meine Großeltern und mein Onkel, die mich auch anfeuerten. Das hat mich ungeheuer motiviert. Mein Mitläufer war wirklich nett und half mir an Sabine heran zu laufen. Kurz davor musste er aber auch Tempo rausnehmen und wünschte mir viel Erfolg. Brauchte ich für die ersten 60m auf Sabine so einige Runden, so lief ich die verbleibenden Meter schnell an sie heran und vorbei. Kurz vor ihr erblickte ich Falk Bartusch vom SC Laage und kämpfte mich an ihn heran. Auch Kathrin Schröders Vorsprung auf mich schwand immer mehr dahin. Falk versuchte so gut wie möglich mich an Kathrin heranzulaufen und sagte kurz bevor ich an ihm vorbei lief noch zu mir “Schnapp sie dir!”. :-)

28.05.2011 10.000m Bahn LM Güstrow Zwei Runden vor dem Ziel hatte ich sie tatsächlich eingeholt und zog noch etwas das Tempo an. Zu Beginn der letzten Runde rief Lothar Gajek aus unserem Verein die Zwischenzeit “42:05min” rein… Da machte es bei mir erstmal *klick*! Ich würde auf jeden Fall unter 44min ins Ziel kommen! Es würde eine Bestzeit werden!! Bis dahin dachte ich ich wäre auch knapp unter 45min-Kurs, weil mein Forerunner auf der Bahn die Strecke nicht vernünftig gemessen hatte. Die letzte Runde gab ich noch mal alles. Nach 43:39min erreichte ich überglücklich das Ziel! :grin: Erst mit Blick auf meine Uhr konnte ich es wirklich glauben. Seit zwei Jahren jage ich einer Zeit von sub44min hinterher und jetzt klappt es ausgerechnet in einem Lauf, während dessen ich gar nicht an eine Bestzeit dachte :-) Auf jeden Fall haben die Anfeuerungen dabei sehr geholfen und mich motiviert gehalten. Trotz Bestzeit empfand ich den Lauf eher als spannend und motivierend und weniger als anstrengend. Ein Lauf an den ich mich gerne erinnere :-)

Achso: in meiner Alterklasse wurde ich 3. und in der Gesamtwertung 5. Frau. :-)

———- Meinen Lauf bei Garmin Connect: http://connect.garmin.com/activity/88636027———-

Vielleicht ist ja jetzt auch der Knoten geplatzt und die geistige Mauer bei der 44:00min-Marke ist jetzt gefallen… Schön wäre es ja :-)

28.05.2011 10.000m Bahn LM Güstrow

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Siehe auch:

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  1. Nagetier schrieb am 30. Mai 2011 um 09:41:

    Glückwünsch zur Superzeit in einem perfekten Lauf.

  2. Oblomow schrieb am 30. Mai 2011 um 11:11:

    Ich find´s faszinierend wie gut Du den Lauf reflektieren kannst. Wenn ich am oberen Limit bin bemerke ich nicht mal wenn mir die Polizei im Schritttempo folgt weil sie in mir einen Räuber wähnt…

  3. Laufhannes schrieb am 31. Mai 2011 um 08:38:

    Glückwunsch zu der Bestzeit! Nicht so verkrampft zu laufen kann unglaublich helfen, wenn es um die Bestzeit geht. Und so ein Bahnlauf, mit Motivation und Tempokontrolle auf jeder Runde – das hat dieses Mal super gepasst.

  4. Steffen schrieb am 7. Juni 2011 um 16:39:

    Na, hab ich es nicht schon immer gesagt, und glaube mir, das war nur der Anfang!!

    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu dieser tollen Leistung!

    unverhofft kommt oft und erfreut noch umso mehr, stimmt´s?

    Herzliche Grüße,
    Steffen