11. Juli 2011

Dies und das

Wie lange ist denn das bitte her, dass ich mal einfach so einen Blogeintrag geschrieben habe, so ganz ohne Wettkampf zum Thema? Das war im März! Dafür folgt jetzt ein Beitrag mit diversen Inhalten quer Beet – ganz zusammenhangslos ;-)

Meine Wettkampfplanung

Juli Eben hab ich mich dabei erwischt, wie ich nach Wettkämpfen im Juli gesucht hab. Dabei könnte ich doch froh sein, mal ein paar Wochenenden Pause zu haben… aber irgendwie war ich eben eher enttäuscht: der Stadtwaldlauf in Kühlungsborn fällt aus und der Güstrower Schlossquelllauf schien am Sonntag auch nicht stattgefunden zu haben. Zumindest konnte ich dazu nichts finden… naja, heute wäre es sowieso zu spät gewesen für mich. So ist das eben. Da hab ich viel Spaß beim Laufen, fühl mich soweit fit und hab auch Bock auf Wettkämpfe und dann fallen sie alle aus.  ;-) Allein der Stundenpaarlauf in Güstrow Ende des Monats bleibt noch. Aber zusammen mit Matze ein Team zu bilden wird hart für mich, denn aufgrund Matzes Tempo würde meine Pause deutlich kleiner ausfallen als seine. Mal schauen, ob wir dazu beide Lust haben. :-)
August Ansonsten ist der nächste Wettkampf die obligatorische Rostocker Marathon Nacht am 6. August. Dort werd ich aber keine neue Bestzeit angehen, sondern für meinen Bruder Pacemaker machen. Wahrscheinlich wollen wir dann 1:50h angehen. :-) Im August finden aber auch noch zwei 10km-Rennen statt: der Schwedenlauf in Wismar und die Landesmeisterschaften in Bützow. Das sind beides einigermaßen flache Strecken und ich werde auf jeden Fall versuchen, nach meiner 10,000m Bestzeit auf der Bahn, auch meine Straßenlauf-Bestzeit zu knacken. Zumindest wäre es schön wieder unter 44 Minuten zu kommen. :-)
September Matze möchte im September gerne am Alsterlauf in Hamburg teilnehmen. Dies ist mit über 4.000 Finishern der drittgrößte 10km-Lauf in Deutschland und findet auf einer flachen, schnellen Strecke statt. Matze ist dort vor ein paar Jahren seine Bestzeit gelaufen und will dies dort wieder versuchen. Da ich wohl sowieso mitkommen würde und im September kein anderer Lauf ansteht, werde ich dort wohl auch an den Start gehen.
Oktober Anfang Oktober findet wieder in Lübtheen der  Lindenstadt-Volkslauf statt, der zum Laufcup gehört. Dort werde ich über die 15km an den Start gehen. Spannender für die Wettkampfplanung im Oktober ist da eher die Frage: Frankfurt-Marathon ja oder nein? Bis sind Matze und ich dort mit der Entscheidung immer noch nicht weiter. Da das Geld die nächsten Monate nicht ganz so locker sitzt, werden wir uns erst dann endgültig entscheiden, wenn wir wissen ob wir uns das leisten können. So ein Marathon-Start kostet und die fast 1400km Autofahrt haben auch ihren Preis. Lust hab ich jedenfalls immer noch auf den Marathon. :-)
November Im November klingt die Saison schon aus mit dem Schneckenlauf in Grevesmühlen. Allerdings gibt es hoffentlich doch noch ein Highlight: wenn wir wieder unsere Staffeln zusammen bekommen, werden wir auch wieder bei der Berliner Marathon Staffel teilnehmen! Das wird wieder ein Spaß! :-)
Dezember Im Dezember gibt’s die für uns Rostocker obligatorischen drei Läufe, die quasi direkt vor der Haustür stattfinden: den Burkhard-Greifenhagen-Gedenklauf, den Nikolauslauf und den Silvester-Lauf. Die seh ich aber meist nicht als Wettkampf, sondern als Trainingslauf. Im Winter bei Schnee und Eis fehlt dann doch die Motivation für schnelle Läufe. ;-)

Training

Über mein Training hab ich auch schon lange nichts mehr in meinem Blog geschrieben. Das kommt wohl daher, weil ich im Moment eher nach Lust und Laune trainiere und nicht nach Plan. ;-)

Laufen mit Pino

Ab und zu geh ich jetzt auch schon mit Pino laufen. Aber eigentlich nur, wenn ich normalerweise nicht laufen gehen würde, denn es dient dann eher der Gewöhnung von Pino ans Laufen, als mir als Training. ;-)  Es macht viel Spaß mit Pino zu laufen, aber da er ja jetzt erst anfängt muss ich viel Rücksicht nehmen und ihn langsam an die Belastungen gewöhnen. Besonders bei so sommerlichen Temperaturen mache ich dann viele Pausen und nur wenige Kilometer (manchmal sogar nur zwei) in langsamen Tempo mit ihm. Das wichtigste dabei ist ja, dass er noch Spaß dabei hat. :-)

Coopertest

Letzte Woche haben wir in Matzes Laufkurs wieder einen Coopertest gemacht. 12 Minuten und so viele Meter wie möglich laufen, war die Devise. Wie oft habe ich schon versucht die 3.000m zu knacken? Keine Ahnung, aber eigentlich jedes Mal beim Coopertest und nie hat es geklappt. Bestenfalls fehlten mir 50 Meter. ;-) Dieses Mal sollte es anders sein. Ich machte mir diesmal keinen großen Kopf sondern nahm mir vor die nötigen 4:00 min/km konstant zu laufen, also 1:36min/400m. Das war in etwa das Tempo welches ich auch beim Stundenpaarlauf gelaufen war, und so stellte ich mir vor einfach “nur” 7x400m in 1:36min laufen zu müssen. So klang für es für mich schaffbar.  Ich schaffte es auch die Runden in relativ konstanten Zeiten zu laufen: 1:35, 1:37, :1,37, 1:38, 1:35, 1:36, 1:34 Minuten. Dass ich nach diesen Rundenzeiten die 3.000m schaffen würde wusste ich und so fielen die letzten 200m nicht mehr ganz so schwer. 3.020m wurden es insgesamt! Meine Bestzeit über 3000m bin ich 2005 in 11:28 min gelaufen, als ich noch als Short Trackerin aktiv war, aber seitdem war eine Zeit von unter 12 Minuten für mich in die Ferne gerückt. Daher bin ich schon stolz auf mich, dass ich das wieder geschafft habe :-)

Laufschuhe

So langsam war es an der Zeit meinen Laufschuhen umzusehen. Meine geliebten Asics Cumulus haben jetzt schon über 1300 km auf dem Buckel und das sieht man auch am Profil. Es sind zwar nicht meine einzigen Schuhe, aber trotzdem habe ich die ganze Zeit meist nur zwischen zwei Schuhen gewechselt: den Saucony Fastwitch (mein absoluter Lieblingsschuh!) für Wettkämpfe, Intervalle und schnelle Läufe, und den Cumulus für alles andere. Meine Adidas Adizero Boston mag ich zwar auch gern für schnelle Läufe, aber wenn ich die Wahl zwischen dem und meinen Sauconys hab, dann bleiben sie meist im Schuhschrank stehen und auch die wasserfesten Asics Trabuco kommen zu dieser Jahreszeit nur bei starkem Regen zum Einsatz. Nun hatte ich letzte Woche schon begonnen alte Schuhe rauszukramen, um mehr wechseln zu können, aber bei den meisten Schuhen gab es schon Gründe warum sie nicht mehr zum Einsatz kamen: mit den Mizuno Wave Rider platsche ich bei jedem Schritt, was in meiner Schienbeinmuskulatur desöfteren zu Krämpfen geführt hat. Ich trau mich einfach nicht mehr sie anzuziehen. Meine Asics GT-2150 laufen sich soweit gut und kommen auch zum Einsatz, aber wenn ich zu häufig mit ihnen laufe, laufe ich mir immer die gleiche Stelle am Ballen wund.

Am Wochenende waren wir in Greifswald und Matze konnte endlich seinen Sport2000-Gutschein, den er letztes Jahr beim Greifswalder Citlauf gewonnen hatte, einlösen. An diesem Tag gab es glücklicherweise auch noch 20% auf das Sortiment. Während Matze sich im Geschäft nach Laufklamotten umsah, erlaubten Mutti und Papa mir, mir ein paar Laufschuhe auszusuchen, wenn ich denn eins finden sollte. Die Auswahl an normalen Laufschuhen für Frauen war nicht groß, dort gab es zwei von Asics und die Nike LunarGlide+ 2. Ich probierte zunächst die Asics GT-2160, da ich ja schon die Vorgänger habe. Leider gab es nur die Größen 41,5 und 42,5, und ich hätte am liebsten eine 42 gehabt und sowieso: wieso noch mal die fast gleichen? Hätte es die Cumulus gegeben hätte ich bestimmt diese genommen, aber so haben wir uns lieber noch weiter umgesehen. Mutti zeigte mir dann die Nike LunarGlide+2. Ich war zunächst skeptisch, da ich noch keine Nike Schuhe hatte und dieser auch eher nach Freizeit-Schuh ausschaute. Mutti, Papa und Roland waren aber schon alle im Besitz dieses Schuhs oder des Nike Free und zeigten sich alle begeistert davon. Den gab es auch in der 42, er passte. Also dieser. :-)

Ich war sehr gespannt wie sich die Schuhe laufen würden und lief gestern gleich mal 16 Kilometer mit ihnen, mehr als geplant. Heißt ja schon mal was. ;-) Toll finde ich schon mal, dass nichts gedrückt oder gescheuert hat. Das Obermaterial ist ja auch schön weich und so gut wie ohne Nähte. Und auch so läuft es sich wirklich angenehm mit ihnen! Ich bin gespannt wie sich das in den nächsten Läufen weiter verhält, aber bis jetzt bin ich guter Dinge, dass sie meine altgedienten Cumulus würdig ersetzen können :-)

Kopf

Noch eine Sache zum Schluss, die mir aufgefallen ist und mich begeistert: ich habe in diesem Jahr noch nicht einmal “Kopf” bekommen! :-) In den letzten Jahren hatte ich wirklich in vielen Wettkämpfen Probleme damit. Immer wenn der Lauf nicht so lief, wie ich es gerne hätte oder ich so langsam an meine Grenzen kam, erlag ich oft meinem inneren Schweinehund der mich daran hinderte alles zu geben. Irgendwas hat sich im Kopf geändert. Irgendwas hat *klick* gemacht und dafür gesorgt dass meine Stimmung während des Laufes positiv bleibt. Das begeistert mich vor allen Dingen, weil ich dieses Kopf-Problem schon Ewigkeiten hatte, auch schon als ich aktive Short Trackerin war. Ich war vom Typ Trainingsweltmeister: im Training top, im Wettkampf flop. Obwohl ich vielleicht vom Trainingszustand nicht schlechter als andere, unterlag ich ihnen meist im Wettkampf, weil mein Kopf einfach nicht mitspielte. Ich weiß nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt, es ist schwer zu erklären. Jedenfalls hab ich dieses Problem nie so richtig in den Griff kriegen können, aber nun scheint es weg zu sein. Wahrscheinlich brauchte ich nur ein paar positive und bestärkende Erfahrungen :-)

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  1. Michael / besser Laufen schrieb am 22. Juli 2011 um 16:52:

    Das ist schon ein ganz schönes Programm, was du dir vorgenommen hast. Ich traue dir aber voll zu das zu schaffen und wünsche dir viel Spaß dabei. Mein eigener Plan ist nicht ganz so voll.