15. August 2011

11. Burgenlauf von Burg Stargard nach Burg Penzlin

Gestern hat es mich zum zweiten Mal zum Burgenlauf über die 23,9km verschlagen. Im Gegensatz zum letzten Jahr ging es aber dieses Mal in die andere Richtung: von der Burg Stargard zur Burg Penzlin :-)  

Zunächst war der Burgenlauf eigentlich gar nicht bei mir eingeplant, da noch genügend andere Wettkämpfe demnächst anstehen, aber: die Laufveranstaltung war im letzten Jahr so schön und Papa hatte noch Platz im Auto, so dass ich mich kurzerhand in der letzten Woche doch noch dazu entschloss teilzunehmen. Da in den nächsten beiden Wochen noch zwei 10km-Wettkämpfe stattfinden, an denen ich Gas geben wollte, sollte es für mich mal wieder ein längerer Trainingslauf werden.

Um 5 Uhr klingelte der Wecker, viel zu früh, aber meine Eltern wollten mich bereits um 6 Uhr abholen. Schließlich mussten wir zunächst Mutti in Burg Stargard absetzen, dann nach Penzlin fahren, uns umziehen und mit einem Bus-Shuttle um 9 Uhr wieder zur Burg Stargard zum Start fahren. :P In Penzlin angekommen, trafen wir auch sofort Heiko und Juliane mit ihren süßen Beagles Eddie und Cooper. Wie auch im letzten Jahr wollten Heiko, Papa und ich die Strecke (zumindest den größten Teil davon) zusammen laufen. Während wir drei uns auf in den Bus machten, blieb Juliane mit den Hunden in Penzlin um sie während des Laufs auszuführen. Etwa 20 Minuten vor dem Start kamen wir an der Burg Stargart an. Dort wartete auch schon Mutti mit Papa’s Laufkumpel Micha aus Stuttgard und seine Frau auf uns. Da Papa so vom Burgenlauf schwärmte, haben die beiden extra ihren Urlaub in der Gegend verbracht um in diesem Jahr auch dabei zu sein. :-)

Um 10 Uhr ging’s dann endlich los. Die ersten hundert Meter mussten wir ziemlich vorsichtig sein, da wir den vom Regen aufgeweichten Berg (zumindest für uns Mecklenburger ist es einer ;-) ), auf dem sich die Burg befindet, im Gänsemarsch hinab laufen mussten. Der erste Kilometer war also mit 6:18 Minuten gezwungener Maßen ziemlich langsam. Da ich an einem Laufzeit-Tippspiel teilgenommen habe und eine Zeit von 2:08h (etwa 5:20 min/km) prognostiziert hatte, musste dies auf den nächsten Kilometern aufgeholt werden. Das war aber kein Problem, da wir nun, wo die Strecke wieder flach verlief, etwa im 5:10er Schnitt weiterliefen. Unterwegs sammelten wir auch noch Gerlind auf der Strecke ein, die sich unserem Tempo anschloss. So waren wir nun zu viert unterwegs. :-) Das Wetter war wirklich top, denn zur Abwechslung in diesem Sommer, ließ sich auch mal die Sonne blicken. Die ersten Kilometer waren wirklich gut zu laufen und es waren zunächst kaum Anstiege in Sicht. Wir waren uns einig, dass sich die Strecke in diese Richtung einfacher lief, als wie die entgegengesetzte Route aus dem letzten Jahr. Bei Kilometer 10 folgte dann aber doch noch ein knackiger Anstieg, für uns als Flachländer jedes Mal eine Herausforderung! Aber wie es schien, kam ich von uns vieren noch am Besten mit den Anstiegen zurecht, so dass die Anstiege kurzzeitig unsere Gruppe trennten. An den Abstiegen liefen die drei aber glücklicherweise immer wieder auf. :-)

Kurz vor Kilometer 17 folgte jedoch noch ein wirklich zäher Anstieg. Papa und Gerlind lagen mittlerweile schon etwas zurück, aber auch Heiko ließ sich an diesem Anstieg etwas zurückfallen. Fast dachte ich schon ab nun müsste ich alleine weiter, wenn ich die 2:08 schaffen wollte, überraschte mich Heiko doch noch mal in dem er wieder auflief. :-) Aber es dauerte nicht lange, bis der nächste Anstieg auf uns lauerte und ich ab dort doch alleine weiter lief. Mit der Uhr im Blick, hoffte ich auf den letzten Kilometern meinen Pace von 5:23 auf 5:20 steigern zu können und lief die ab nun flachen letzten Kilometern in etwa 5:00 min/km. 1-2 Kilometer vor dem Ziel holte ich noch die 4. Frau ein, was mich zusätzlich motivierte. “Leider” war ich nun so in diesem Schritt drin, dass ich, als der Kilometerschnitt auf unter 5:20 min/km fiel (ich also zu schnell war für meine Zielzeit), es nicht schaffte Tempo rauszunehmen. ;-)

Um nicht noch mehr Zeit gut zu machen, ignorierte ich die “Hey komm mit, nur noch ein paar hundert Meter!”-Aufrufe von überholenden Mitstreitern und versuchte wenigstens auf den letzten Metern etwas langsamer zu werden. Hat nur nicht viel gebracht. Als ich die Uhr im Ziel erblickte zeigte sie 2:07:00, viel zu viel Zeit um sie noch vertrödeln zu können. So kurz vor dem Ziel wollte ich jedenfalls nicht anfangen meine Schuhe zu schnüren :P Also lief ich nach 2:07:22h in den Hof der Burg Penzlin ein und wartete nun Heiko ab, der ebenfalls seine Zeit getippt hatte, auf 2:08:23h. Und wann lief er ein? Nach exakten, offiziellen 2:08:23h und das ganz ohne gezieltem Zielsprint oder Schneckentempo am Ende! Wow, so eine Punktlandung hätte ich wohl sowieso nicht zustande gebracht! Glückwunsch! Papa kam nach 2:10:28h ins Ziel, fast genau 2 Minuten schneller als im Vorjahr! Glückwunsch! :-)

Als wir vom Duschen zur Burg zurückkehrten, ging auch schon direkt die Siegerehrungen los. Die sind bei diesem Wettkampf wirklich etwas ganz besonderes, da die Gesamtsieger und Altersklassensieger alle mit Schwert vom Burgherren zum Ritter bzw. zum Burgfräulein geschlagen werden. :-) In der Gesamtwertung belegte ich den vierten Platz. Eigentlich ein undankbarer Platz, denn den ersten drei Frauen winkten große Pokale, aber ich ärgerte mich nicht darüber. Die dritte Frau, Sylvia Mundt, war fast 4 Minuten vor mir. Selbst mit noch zügigerem Endspurt wäre sie nicht mehr einzuholen gewesen. ;-) Klar, die Zeit wäre für mich schaffbar gewesen, aber da im letzten Jahr die dritte Frau knapp unter 1:54h lief, hatte ich im Vornherein sowieso mit keiner Chance auf einen Podestplatz gerechnet und mich für einen Trainingslauf entschieden. So ist das halt, hab ich Pech gehabt. Aber Glückwunsch an die ersten drei Frauen Bärbel Lemme, Kerstin Cools und Sylvia Mundt. Die schööööönen Pokale seien euch neidlos gegönnt! :-)  In meiner Alterklasse belegte ich in diesem Jahr den ersten Platz und wurde wieder zum Burgfräulein geschlagen. Was für eine Ehre! ;-) Dazu gab es auch noch ein Burgenlauf-Funktions-Shirt von Runners Point. Kann man immer gebrauchen. :-)

Nach der Siegerehrung löste ich meine Startnummer gegen einen leckeren Eintopf ein und wartete zusammen mit den anderen auf die Tombola. Im letzten Jahr hatten ja fast alle etwas gewonnen. Und tatsächlich gewann Papa in diesem Jahr ein Paar Handtücher und ich ein Freizeit-Set von der AOK mit Plastik-Tennis-Schlägern, ‘nem Ball und ‘ner Frisbee drin. :-)

Im Anschluss verabschiedeten wir uns von allen und machten uns auf den Heimweg. Während der Autofahrt kam das gewohnte Sommerwetter – der Regen – zurück… :-/

Siehe auch:

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  1. Fred schrieb am 15. August 2011 um 23:57:

    Danke für die Glückwünsche die ich hiermit erwiedere. Immerhin kannst du dich jetzt Burgfräulein nennen ;-) . Ab sofort also die Anrede “mein Burgfräulein” :-) !