4. Oktober 2011

Es geht wieder bergauf! :-)

In den letzten Wochen war ich etwas unmotiviert, was das Training anging. Durch die 1-2 Wochen Zwangspause dank Gürtelrose, fühlte ich mich nicht mehr so fit, was sich somit auf meine Wettkampf-Motivation und damit auch auf das Training auswirkte. Aber mein letzter Wettkampf hat mich aus diesem Motivationsloch gerettet! :-)
Anfang September stellte sich mein “Ausschlag” am Bauch als Gürtelrose heraus und ich bekam zunächst Sportverbot verordnet. 10 Tage legte ich also die Beine hoch und meine Teilnahme am bevorstehenden Hyundai-Staffelmarathon in Neubrandenburg stand auch auf der Kippe. Drei Tage vor dem Start konnte ich aber Horst, unseren Organisator beim SV Post Telekom Schwerin, beruhigen und ihm mitteilen, dass mir die Ärztin das Sport-OK gegeben hat. Allerdings sollte ich es nicht übertreiben, deshalb bat ich Horst mich für den kürzesten Abschnitt (5,5km) statt wie geplant für die 9,5km einzuteilen. Gesagt, getan! :-)

16. Neubrandenburger Hyundai Staffelmarathon

So richtig fit fühlte ich mich auch nach abklingender Gürtelrose natürlich nicht, aber den Staffelmarathon zusammen mit den anderen Mädels unseres Vereins wollte ich mir nicht entgehen lassen. Zu sehr hatte ich mich schon darauf gefreut. :-) Zusammen mit meinen Eltern und Pino fuhr ich nach Neubrandenburg. Papa startete in einer der “Oldie”-Staffeln des SV Post Telekom. Für Matze hingehen, war in keiner der Staffeln Platz, der er mit seinen 30 Lenzen noch vieeel zu jung für diese Staffeln ist ;-)

 

Für unsere “SV Post Telekom Schwerin”-Frauenstaffel liefen in folgender Reihenfolge: Kathrin Schröder (9,527 km), Anke Wetzel (7,102 km), Sabine Schapers (8,522 km), ich ( 5,681 km) und Anne-Kathrin Litzenberg (11,363 km). Während die Staffel starteten, führte ich Pino noch etwas um den See Gassi. Das viele Grün und der See mit dem flachen Einstieg gefielen ihm sichtlich. ;-) Auf Sabines letzter Runde übergab ich Pino an Papa, der erst später an der Reihe war, und machte mich bereit. Ich hatte keine Ahnung wie gut oder schlecht die 5km laufen würden, ich ließ es auf mich zukommen. Vier Runden musste ich um den kleinen See absolvieren. Die erste Runde war mit 4:15er Schnitt vielleicht etwas zu zügig gewählt, so dass ich danach etwas Tempo rausnahm. Die nächsten Runden lief ich in etwa 4:30 min/km, und legte erst auf der letzten Runde noch eine Schippe drauf. Nach 25:17min hatte ich meinen Teil getan und war auch gut erschöpft. Während des Laufs erreichte ich meinen maximalen Puls in diesem Jahr: 214! Aber nun gut, ich war krank und mit dem Tempo war ich unter diesen Umständen schon zufrieden. Mehr hatte ich nicht erwartet. :-)

Und die Mühe einer Teilnahme hatte sich gelohnt: Unsere Staffel belegte den 1. Platz unter den Frauenstaffeln mit etwa 8 Minuten Vorsprung vor der Staffel des HSV! :-)

Training

So richtig fand ich trotzdem nicht wieder ins vernünftige Training zurück. Glücklicherweise ist Dienstags ja Matzes Laufkurs und am Mittwoch unser Lauftreff, so dass ich auf jeden Fall dort immer teilnahm. Außerhalb der Lauftreffs fiel es mir eher schwer mich alleine zum Training zu motivieren, so dass ich grad mal auf etwa 30km/Woche kam. Nagut, vor zwei Wochen war zeitlich auch nicht mehr drin: am Freitag fuhr ich mit meinem Vater und meinem Bruder zur Berliner Marathon Messe, Samstag nahm Pino’s Hundesport viel Zeit in Anspruch dass ich grad mal 5km laufen konnte und am Sonntag waren wir als Supporter für meinen Papa in Berlin zum Marathon unterwegs. Bei Bestem Wetter konnte er so seine Bestzeit um 9 Minuten auf 4:08h verbessern :-) Ich hingegen, ärgerte mich nicht, dass ich mir keinen Marathon mehr vorgenommen hatte, denn all zu fit und motiviert fühlte ich mich nicht.

Ich fühlte mich in meiner Unfitness bei Matzes Laufkurs letzte Woche vollkommen bestätigt, als wir 6x800m absolvierten und ich mir wie eine Schnecke vorkam, da mein Bruder (sonst in etwa mein Tempo) mir auf 800m fast 20 Sekunden abnahm! Am Wochenende sollte mir aber noch ein Laufcup-Lauf bevor stehen und meine Motivation dafür war nach dem Lauftreff im Keller. Der Laufcup nähert sich nun dem Ende (13 von 15 Läufen liegen schon zurück) und nun geht es noch mal um jeden Punkt. Ich erwartete in Lübtheen Anne Prahl, die genauso wie Grit und ich um den dritten Platz in der Altersklasse kämpft. Die letzten Monate war ich so gut drauf, dass ich mir vorher wohl nicht so große Sorgen um eine solche Begegnung gemacht hätte, aber so wie die letzten Wochen verliefen würde es wohl nun richtig spannend werden zwischen uns.

21. Lübtheener Lindenstadt Volkslauf

Am Sonntag fand bei schönstem Laufwetter dann nun der mit Spannung erwartete Lübtheener Lindenstadt Volkslauf über 15 Kilometer statt. Anne war dort aber nirgends zu sehen. Es standen aber noch zwei andere Namen in der Meldeliste meiner Altersklasse, die ich nicht zuzuordnen wusste. Ich hoffte aber schneller zu sein, um die 25 Punkte für einen Altersklassensieg davontragen zu können. Der Start sollte um 10:10 Uhr erfolgen. Kurz nach 10Uhr liefen Matze und ich uns noch auf der Stadionrunde sein, als wir sahen, dass sich bereits alle anderen Läufer zum Start begaben. Ich wollte zunächst sofort den kürzesten Weg zurück zum Start nehmen, aber Matze beruhigte mich mit dem Worten, dass sie ja wohl nicht einfach 5 Minuten früher als in der Ausschreibung angegeben starten würden. Denkste! Kaum liefen wir weiter, wurde ausgerufen, dass ja nun alles bereit sei und wir starten können. Matze und ich liefen schnell zum Start und dann fiel auch schon der Schuss. Fünf Minuten zu früh…

Eine bestimmte Zeit hatte ich mir nicht vorgenommen, denn eine Bestzeit war mit meiner vermeintlichen Unfitness nicht zu erwarten. Das Wichtigste waren die Laufcup-Punkte für die Altersklasse, der Rest eigentlich Nebensache. So lief ich zunächst nach Gefühl los und staunte über die schnellen ersten vier Kilometer, die alle unter 4:30min lagen. Das hätte ich mir im Moment gar nicht zugetraut. Nach diesen ersten zügigen Kilometern pendelte sich das Tempo von mir und meinen 3-4 Mitläufern auf etwa 4:40min/km ein. Die Strecke kam mir diesmal gar nicht so ätzend vor wie im letzten Jahr, als ich mich mit Rest-Erkältung über die drei 4,5-Kilometer-Runden geschleppt hatte. Ich fand den Lauf schrecklich monoton: 1km im Wald geradeaus, links, 1,5km auf der Straße geradeaus, links, 2km auf dem Feldweg gerade aus, links… Diesmal machte es mir aber nichts aus, sondern ich fand es eher angenehm, dass man sich die 4,5km Runde sich im Kopf nochmal in kleine Abschnitte teilen konnte. Die positivere Denkweise lag diesmal wohl eindeutig daran, dass ich diesmal nicht krank an den Start ging. ;-)

Die Runden vergingen relativ schnell, auch wenn nach und nach sich die Zahl der Mitläufer reduzierte, bis wir auf der zweiten Runde nur noch zu zweit unterwegs waren. Zu Beginn der letzten Runde schnappte ich mir noch einen Becher (Mineral  :-? – ) Wasser, da es in der Sonne ziemlich warm wurde. Leider ließ mein Mitläufer den Getränkestand aus und war nun ein ganzes Stück vor mir. Die letzte Runde musste ich also alleine absolvieren, was aber nicht weiter schlimm war, da ich mich noch vergleichsweise locker fühlte und ganz befreit von Druck laufen konnte, denn hinter mir war weit und breit keine Frau zu sehen. :-) 500m vor dem Ziel kam mir dann auch schon Matze mit Kamera entgegen und lief ein Stück filmend mit mir mit. Er hatte den Lauf und somit nun auch den Laufcup gewonnen. :-) Auf meinen letzten 200m gab er dann noch mal Gas um mich noch im Ziel mit Kamera erwischen zu können. Soo lieb von ihm. :grin: Erst als ich die Zielzeit auf der Zielgeraden sah, bemerkte ich, dass es eine neue Bestzeit werden würde. Nach offizielen 1:09:11 h lief ich ins Ziel. Damit hatte ich meine offizielle 15km Bestzeit um 2 Minuten und meine inoffizielle Bestzeit um 30 Sekunden verbessert, ohne es zu ahnen. :-)

Insgesamt belegte ich bei den Frauen den dritten Platz und in meiner Altersklasse den 1. Platz. Wie schön, dass in Lübtheen auch die Altersklassen-Sieger mit einem kleinen Pokal belohnt werden! :-) Matze als Gesamtsieger durfte natürlich auch einen Pokal mit nach Hause nehmen, der wie im Bild zu sehen ist, nur unwesentlich größer ist. ;-) Der Wettkampf war für uns also ein voller Erfolg und hat mich wieder fürs Training und die noch folgenden Wettkämpfe motiviert!

 

 

 

Siehe auch:

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  1. Gerd schrieb am 5. Oktober 2011 um 18:05:

    Schöne Seite. Gefällt mir.
    Und deine Erfolge sind schon beeindruckend.
    Respekt!

  2. Din schrieb am 8. Oktober 2011 um 23:42:

    Pokale über Pokale – schön, dass es wieder läuft! Schließe mich Gerd an, Respekt für deine Erfolge.
    Dann mal weiterhin viel Glück und vor allem ein gutes Training!