22. Januar 2012

Ein Lebenszeichen

Mein letzter echter Blogeintrag (wenn ich das Florena Adventsabenteuer mal außen vor lasse) ist schon 2,5 Monate her, dass ist mir eben erst bewusst geworden. Es wird also mal Zeit für ein Update ;-)

Wie Anfang November schon erwähnt, war ich ziemlich im Lernstress, da Mitte Dezember meine allerletzte Prüfung für das Studium anstand. Fast eine Stunde mündliche Prüfung über künstliche Intelligenz, hybride Modellierung und Simulation, Multiagentensysteme, Geschäftsprozessmodellierung und computergestützter Verfikation. Das war jede Menge Lernstoff, der mir wochenlange Beschäftigung gab. Im November schaffte ich es wenigstens noch regelmäßig laufen zu gehen, was ich ja auch musste, denn Ende November wollten wir ja auch bei der Berliner Marathonstaffel antreten. Die Staffel lief auch wieder super: unsere beiden Teams Nordlichter 1 (Männer) & Nordlichter 2 (wie Frauen) haben es wieder in die Top 10 geschafft. :-) Entschuldigt, wenn dazu kein großer Blogeintrag mehr folgt, aber mittlerweile ist es ja auch schon fast verjährt. ;-)

Nun war der letzte wichtige Wettkampf im Jahr vorbei und die große Prüfung rückte näher. Die Motivation für’s Laufen war am Ende eines Lerntages im Keller. Das ich immer seltener Laufen war, obwohl ich es mir doch vorgenommen hatte, ärgerte mich nur. Damit ich mich abends nicht mehr mit der Frage befassen musste “Gehst du nun noch laufen oder lernst du lieber noch weiter?” und mich dann wieder über mich selbst zu ärgern, dass ich nicht Laufen war, beschloss ich zwei Wochen vor der Prüfung, mir auch gar kein Lauftraining bis dahin mehr vorzunehmen. Gesagt, getan. Zwei Wochen absolute Laufpause und von morgens bis abends wurde nur noch gebüffelt. Zum Glück habe ich ja noch Pino hier, ohne den ich wohl kaum Tageslicht gesehen hätte, denn mit Hund muss man so oder so raus. ;-) Am 19. Dezember fand dann endlich die Prüfung statt, schon der Gedanke, dass der Lernstress danach ein Ende hätte, ließ mich strahlen. Und so kam es auch: der Aufwand hatte sich gelohnt, die Prüfung konnte mit sehr gut abschließen :-) Ach war das toll: endlich wieder Zeit. Zeit um endlich den Weihnachtsmarkt zu besuchen und den Kopf über die Feiertage frei haben, um sie genießen zu können.

Das Lauftraining sollte nun auch wieder weitergehen. Aber wie das so ist: nach 2 Wochen fast absoluter Bewegungsfreiheit fühlt man sich unfit und über die Feiertage war kaum Zeit zum Laufen. Gerade mal auf 54 Kilometer bin ich im Dezember gekommen. Darin enthalten waren übrigens auch noch der Gänsebratenbauchweg-Lauf in Güstrow und der Silvesterlauf in Schwerin, bei denen ich aber nur 4-5km ganz locker mit Pino gelaufen bin. Schnell wollte und konnte ich nicht und Pino schafft noch keine 10km am Stück.

Aber auch jetzt im neuen Jahr, habe ich noch nicht wieder ins vernünftige Training gefunden. Am 2. Januar habe ich meine Diplomarbeit begonnen und da ist der Tagesablauf, im Gegensatz zum vorherigen Studentenalltag, ziemlich straff. Morgens mit Pino raus, dann ab zur Arbeit. Wenn ich dann wieder nach Hause komme, bin ich meist ziemlich geschafft und es fällt mir wieder schwer mich zum Laufen aufzuraffen, vor allem, wenn es wie in den letzten Tagen dann noch draußen schüttet wie aus Eimern. Im Moment komme ich auf 2-3 Mal Laufen pro Woche und dann ist es auch nicht viel. Ich hoffe dass es besser wird, wenn ich mich an den Tagesablauf gewöhnt habe und das Wetter wieder einladender wird. Vielleicht versuche ich aber noch mit einem Trainingsplan meine Laufmotivation wieder zum Leben zu erwecken. ;-)

Im März geht es jedenfalls wieder mit dem Laufcup los, bis dahin möchte ich mich wieder fitter fühlen, auch wenn ich mir in diesem Jahr keine Bestzeiten erwarte. Die Prioritäten liegen in diesem Jahr woanders: auf einen erfolgreichen Abschluss des Studiums im Juli und dann natürlich dem Berufseinstieg.

Am nächsten Wochenende findet der 8. Rostocker Spendenlauf statt, dort werde ich zwar wieder nur locker mit Pino laufen, aber es wird dann auch wieder wie gewohnt ein Blogbericht folgen. Vielleicht kehrt allein durchs Bloggen über’s Laufen die Motivation zurück ;-)

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  1. Christin schrieb am 22. Januar 2012 um 21:29:

    Hallo Jana,
    schön mal wieder etwas von dir zu lesen.
    Manchmal ist eine Laufpause ja auch ganz gut für den Körper und die Ausbildung / der Beruf geht immer vor.
    Das mit dem Training im Arbeitsalltag schleift sich mit der Zeit ein. Die Lust zum Laufen kommt auf jeden Fall wieder wenn die Tage länger werden. Dann gehe ich sogar noch um 21 Uhr vor die Tür und drehe meine Runde. Das würde mir in dieser Jahreszeit nie einfallen. Wenn ich bis 20 Uhr nicht loslaufe bleibe ich auf dem Sofa kleben ;-)
    Wir sehen uns beim Spendenlauf!
    Viele Grüße
    Christin

  2. Laufhannes schrieb am 23. Januar 2012 um 21:22:

    Wenn die lieben Studenten einmal etwas mehr zu tun bekommen, wird’s gleich kritisch *grins*

    Na dann komm mal gut wieder in Schuss ;-)