21. Februar 2012

Rostocker Spendenlauf, Laufen mit Hund und Saisonplanung

Jetzt, wo der Schnee am Tauen ist und die Temperaturen wieder steigen, kommt so langsam auch die Lust am Laufen zurück. Vor drei Wochen bin ich noch beim Rostocker Spendenlauf 5km mit Pino umher geschlichen, nun geht’s aber wieder los :-)

8. Rostocker Spendenlauf

Am 29. Januar fand der alljährliche Rostocker Spendenlauf wieder statt. Die letzten Jahre lief ich dort immer locker und entspannt die 10km. Schnell ging im Schnee sowieso nicht. ;-)

Sind Matze und ich sonst morgens zum Lauf gejoggt, da der Start ja nur 2km von unserer Haustüre entfernt liegt, lief Matze nun schon eher los um “vorzuglühen” (so heißt das Kilometersammeln vor der eigentlichen Einheit bei ihm ;-) ). Ich hingegen nahm diesmal das Auto. Nicht weil ich zu bequem war, sondern weil mich Pino beim Spendenlauf begleiten sollte und ich ihm noch nicht zumuten wollte hinzujoggen, Wettkampf mitzulaufen und zurückzujoggen. Das wären mindestens 9km durch den Schnee und bisher hab ich ihn nur auf 5-8km Läufen mitgenommen. Mein Gedanke war, dass ich ja immer noch eine 2,5 Kilometer-Runde dranhängen könnte, falls Pino beim Spendenlauf nach 5km so aussehen würde, als ob er noch Lust hätte. ;-)

So fuhr ich mit Pino zum Startgebiet, dass diesmal am Laufstadion, und nicht wie die Jahre zuvor am LT, platziert war. An der Anmeldung sah ich schon Papa und Roland ziemlich weit vorne in der Schlange stehen. Schnell füllten wir noch die Anmeldungen für uns und Matze aus und bekamen dann die Startnummern und Zeitmesschips ausgehändigt. Viel Zeit war bis zum Start eigentlich nicht mehr, aber ein Reporter der Ostseezeitung fischte mich und Pino noch schnell heraus, um mich zum Lauf auszufragen und ein Foto zu machen. Pino scheint die Reporter anzuziehen, denn beim Schweriner Silvesterlauf  ging es uns auch so. ;-)

Roland war die letzten Wochen aufgrund einer Fußverletzung kaum gelaufen und beschloss daher mit Pino und mir die 5km zu laufen. Kurz vor dem Start trafen wir auch noch auf André, Kristina und Thomas und machten noch schnell ein nettes Gruppenfoto zusammen. :-) Dann reihten Roland und ich uns ganz hinten ein, da wir mit Pino nicht mitten in der Menschenmasse loslaufen wollten. Nicht dass Pino immer noch große Angst vor Läuferscharen hätte, wie noch vor fast einem Jahr. Damals hatte ich ihn nur zum Zuschauen beim Schweriner Post Telekom Lauf dabei und er versteckte sich immer hinter mir, wenn ihn jemand streicheln wollte. Nein, mittlerweile rennt er jedem, der in Laufklamotten daher kommt, freudig entgegen. Und wenn er, wie beim Spendenlauf, mal mit ganzen Läuferrudel laufen darf, dann ist er die ersten 2-3 Kilometer kaum zu bremsen. Da ich mit Pino durch die Joggingleine verbunden war, wollte ich mich nicht von ihm durch die Läuferschar übers Glatteis ziehen lassen. ;-)


Wie erwartet wollte Pino nach dem Startschuss am liebsten loshetzen und zu den ersten Läufern aufschließen. Ich hatte in den ersten Minuten Mühe ihn etwas zurückzuhalten, denn die Straße war zeitweise ziemlich glatt. Nach etwa 2 Kilometern hatte Pino aber sein Tempo gefunden und es ging im entspannten 6min/km-Schnitt weiter. Nach 2,5 Kilometern und etwas über 15 Minuten hatten wir die erste Runde absolviert. In der zweiten merkten wir schon, dass Pino nun so langsam die Motivation verließ, denn er begann Kunstpausen zum Pipi machen einzulegen. ;-) Aber er hielt bis zum Ende gut durch. Nach etwa einer halben Stunde liefen wir Hand-in-Hand-in-Leine gemeinsam ins Ziel. Dass Pino eigentlich noch gar nicht kaputt war, sondern stattdessen nun lieber Lust auf Buddeln und Schnüffeln hatte, konnten wir direkt nach dem Zieleinlauf beobachten. Mit größter Freude sprang er in einem Berg von Schnee umher und während unsere Finger froren, suhlte sich er sich im Schnee. :-)

Laufen mit Hund

Bestimmt hätte Pino auch noch weiter laufen können, aber das Wichtigste ist, dass er Spaß am Laufen findet und nicht dass er so schnell wie möglich 20km am Stück durchhält. Ihn durch die Gegend zu schleifen, weil er  keine Lust mehr hat, macht mir nämlich auch keinen Spaß. ;-) Zudem muss man bei Golden Retrievern (oder allgemein größeren Hunden) auch auf die Belastung der Gelenke Rücksicht nehmen, solange sie noch nicht ausgewachsen sind.

Bis er ein Jahr alt war, haben wir Pino konsequenterweise gar nicht zum Laufen mitgekommen. Danach habe ich begonnen ihn über meine 5km-Runde durch die Barnstorfer Anlagen mitzunehmen. Das Tempo war ziemlich langsam und dann war die Runde auch mit vielen Schnüffel-Pausen gespickt. Nach und nach sind wir die Runde immer mehr am Stück durchgelaufen und Pino kam auch ab und an Dienstags zum Laufkurs mit. Dort hat sich seine Ängstlichkeit gegenüber Fremden, und speziell Läufern, ratzfatz in Freude verwandelt. ;-)

Seit er Dienstags nicht mehr mitkommen kann, weil er nicht auf die Laufbahn darf, kommt Pino ab und an auch zum Mittwochslaufkurs mit, bei dem wir sowieso immer in Pino’s Tempo (zwischen 5:30 und 6:00 min/km) joggen. Zuvor bin ich mit Pino dann aber immer mit Auto zur Laufhalle und wieder nach Hause gefahren, da 8km für ihn ausreichend waren. Aber letzten Mittwoch habe ich den Versuch gewagt, dass Auto auf dem Parkplatz zu lassen und die gesamte Strecke mit Pino zu laufen. Was soll ich sagen? Bei bestem Hundewetter (ekligem Niesel) hat er tatsächlich ganze 12 Kilometer ohne größere Pause gut durchgehalten. Das hat Frauchen und Herrchen aber stolz gemacht ;-)

Trainings- und Wettkampfplan

Im letzten Blogeintrag hatte ich ja in Erwägung gezogen, mir einen Trainingsplan rauszusuchen, da ich meine Motivation für’s Laufen vermisste. Gesagt, getan und nur zwei Wochen später (;-)) hatte ich mir aus meinem Hubert Beck-Laufbuch einen Halbmarathon-Plan für sub 1:40h rausgesucht. Ich hatte keinen Halbmarathon vor und schon gar keine sub 1:40h, aber der Plan sah mir ganz gut aus um wieder reinzukommen. Letzte Woche war Woche 1 und bis jetzt hab ich mich an den Plan gehalten. 43 Kilometer waren es immerhin, soviel wie seit Ende Oktober nicht mehr. :-)

In meiner neu gewonnenen Motivation habe ich mich gestern doch noch an die Wettkampfplanung gemacht. Zeitziele habe ich mir immer noch nicht gesetzt, aber zumindest die nötigen fünf Laufcup-Läufe möchte ich gerne mitmachen. Da ich noch nicht weiß, was nach Juni/Juli ist, wenn ich mit dem Studium fertig bin, versuch ich die fünf Läufe bis dahin zu schaffen:

  • 04. März – 24. Volkslauf “Rund um die Wittenburger Mühle” (10km)
  • 17. März – 20. Neubrandenburger Frühlingslauf (15km)
  • 14. April – 11. Schweriner Post-Telekom-Lauf (15km)
  • 28. April – 31. Warnemünder Stoltera-Küstenwaldlauf (10km)
  • 26. Mai – Güstrow Bahnlauf (LM) (10km)
  • 09. Juni – 36. Inselseelauf Güstrow (10km)

Und dann sind noch ein paar Läufe geplant, ohne die es nicht geht:

  • 12. Mai – 6. Greifswalder Citylauf (falls sich wieder ein Uni-Team findet)
  • 13. Mai – 20. Rostocker Citylauf (natürlich die Staffel)
  • 07. Juli – 28. Fünf-Seen-Lauf Schwerin (da müssen es die 30km sein, denke ich)
  • 04. August – 9. Rostocker Marathon Nacht (André hat Run-Happy-Staffeln organisiert)
  • 27. Oktober – 7. Crosstock Rostock (in diesem Jahr wollten wir unbedingt als Familien-Staffel an den Start)

Weitere Läufe kommen vielleicht nach Lust und Laune dazu. :-)

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  1. Gudrun schrieb am 22. Februar 2012 um 19:28:

    Und denk dran, dieses Jahr rechtzeitig zur Staffel beim Rostocker Citylauf anmelden und Kostüme müssen in diesem Jahr etwas eher fertig sein.

  2. Steffen schrieb am 6. März 2012 um 07:44:

    Mensch Jana,

    schön zu lesen, das die Lust am Laufen und die Motivation dazu wieder zurückgekehrt sind.

    Strammes Wettkampfprogramm, muss ich schon sagen, und was deine Zeitziele angeht, du kennst meine Meinung zu einer/ zu möglichen Bestzeiten bei dir!!

    Also dann, gehe es ruhig an und vor allem – VIEL SPAß,
    Steffen

  3. phil schrieb am 21. März 2012 um 13:55:

    Schöne Sache das mit den Spenden. Beim letzten 25km von Berlin gab es auch ein “Brot für die Welt” Shirt, für jeden km wurde ein Euro gespendet.